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Siam Park Tipps: Das müsst ihr vor Eurem Besuch wissen

Siam Park Tipps

Ihr überlegt, den größten Wasserpark Europas auf Teneriffa zu besuchen? Dann sind meine Siam Park Tipps genau das Richtige für euch. Hier bekommt ihr nicht nur Infos zu den unterschiedlichen Siam Park Attraktionen, sondern erfahrt, ob sich der Park Besuch lohnt.

Ich muss zugeben, normalerweise bin ich weder ein Fan von Vergnügungsparks noch von massentouristisch und sehr kommerziell geprägten Ausflugszielen auf Reisen.

Eine Ausnahme habe ich nun bei Europas größtem Wasserpark gemacht. Zum einen ist mein Freund riesiger Fan von Wasserrutschen, sodass ich ihm einen Besuch kaum abschlagen konnte, zum anderen habe auch ich mich von seiner Euphorie mitreißen lassen und einen sehr schönen und abwechslungsreichen Tag im Siam Park verbracht.

Siam Park Tipps: Allgemeine Infos

Siam Park Öffnungszeiten

Geöffnet ist der Siam Park im Sommer (01.05. – 31.10.) von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Im Winter schließt er bereits um 17:00 Uhr.

Anfahrt in den Siam Park: So kommt ihr in den größten Wasserpark Europas

Der Siam Park auf Teneriffa liegt im südlichen Teil der Insel, genauer gesagt in Costa Adeje und damit sehr zentral im wohl touristischsten Gebiet Teneriffas. Die Ausschilderungen zum Park sind sehr gut. Ihr könnt ihn eigentlich gar nicht verfehlen.

Anreise in den Siam Park per Shuttle Bus

Sehr schön finde ich, dass der Siam Park in der Region Costa Adeje einen kostenlosen Shuttle Bus zum Gelände anbietet. Das macht die Straßen im Süden Teneriffas zumindest ein wenig leerer und ist gut für die Umwelt. Der Doppeldeckerbus hält in Los Cristianos, Las Américas und in Costa Adeje selbst. Ich habe euch alle Haltestellen hier noch einmal übersichtlich in einer Google-Maps-Karte eingezeichnet.

Fahrplan für den Shuttle-Bus

Route Stationen Abfahrtszeiten morgens Abfahrtszeiten abends
Route 1 El Duque – Fanabe Plaza – Ocean Park Ab El Duque 9:55 Uhr alle 30 Minuten bis 12:55 Uhr Ab 15:00 Uhr alle 30 Minuten bis 18:30 Uhr (im Winter bestimmt kürzer)
Route 2 El Dorado – Best Tenerif – Calle Llanos de Troya Leider nicht bekannt, aber die Busse starten ab El Dorado sicher zu ähnlichen Zeiten wie ab El Duque Siehe links
Route 3 Pasarella Oasis – Sol Princesa Dacil Leider nicht bekannt, aber die Busse starten ab El Pasarella sicher zu ähnlichen Zeiten wie ab El Duque Siehe links

Solltet ihr nicht in der Region Costa Adeje wohnen, wollt aber ebenfalls einen Transfer nutzen, könnt ihr euch hier für 13,50 € pro Person ein Shuttle-Service-Ticket kaufen. Den Busfahrplan mit den einzelnen (Hotel-)Stationen und dazugehörigen Abfahrtsuhrzeiten findet ihr hier.

Wenn ihr euch für den Bus-Service entscheidet, vergesst nicht, spätestens 24 Stunden vor Abfahrt anzurufen und eure Plätze zu reservieren.

Anreise in den Siam Park mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Etwas flexibler in eurer Anreise zum Siam Park seid ihr, wenn ihr öffentliche Verkehrsmittel nutzt. In der Nähe des Siam Parks halten die Bus-Linien 111, 467, 471, 473, 477 und 343. Je nachdem welche Verbindung ihr nehmt, könnt ihr entweder an der Station San Eugenio, Magma oder Estación Costa Adeje aussteigen.

Von San Eugenio und Magma müsst ihr noch eine Viertelstunde zum Park laufen. Von der Estación Costa Adeje nur zwei Minuten. Bei uns hat die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln reibungslos geklappt. Ihr müsst lediglich damit rechnen, dass nicht jeder Bus fahrplangerecht fährt. Wir haben auf Teneriffa die Erfahrung gemacht, dass sich unsere Ausflüge, aufgrund eines etwas stärker verspäteten Buses, zeitlich hin und wieder nach hinten verschoben haben. Nehmt also lieber eine Verbindung zu früh als zu spät, wenn ihr nicht in Zeitstress geraten wollt.

Anreise in den Siam Park mit dem Auto

Etwas weniger umweltschonend, aber am flexibelsten ist die Anreise mit Auto. Ihr erreicht den Park aus Richtung Adeje und Santa Cruz über die Südautobahn TF-1. Sobald ihr von der Autobahn abfahrt, findet ihr überall Hinweisschilder zum Park. In einem Kreisel ist sogar ein großer farbiger Siam-Park-Drache in die Wand eingelassen. Ihr müsst jedoch bedenken, dass die Straßen zum Park häufig sehr voll und gerade morgens und abends viele Pendler unterwegs sind. Es kann also durchaus auch mal hektischer werden.

Wenn ihr noch einen guten Mietwagen für euren Teneriffa-Urlaub sucht, empfehle ich euch den Vermieter Autoreisen. Wir haben uns auch für ein paar Tage einen Mietwagen bei Autoreisen über TUI CARS gemietet und waren wirklich zufrieden. Die Abwicklung am Flughafen ging sehr schnell und Einwegmieten sind ohne Zusatzgebühren möglich. TUI CARS bietet darüber hinaus einen tollen Versicherungsschutz und wenn doch mal etwas mit eurem Mietwagen sein sollte, gibt es eine 24-Stunden-Notfall-Hotline, bei der ihr euch melden könnt. 🙂

Parken am Siam Park

Parkplatz-Ticket Siam Park
So sieht das Parkplatz-Ticket für den Siam Park aus

Direkt vor dem Eingang zum Park findet ihr kostenpflichtige Parkplätze. Bei der Einfahrt müsst ihr vier Euro an den Parkplatzwart zahlen und bekommt im Gegenzug ein Parkticket, das ihr hinter eure Windschutzscheibe legen müsst. In direkter Nähe zum Siam Park gibt es auch die Siam Mall mit vielen kostenfreien Parkmöglichkeiten. Da diese Plätze jedoch für Besucher des Einkaufszentrums vorgesehen sind, ist das Parken hier vermutlich nicht so gerne gesehen.

Siam Park Tickets und Preise

Auf der Webseite des Siam Parks wird eine ganze Reihe an unterschiedlichen Tickets angeboten. Auf die VIP-Tickets mit denen ihr zum Beispiel Cabanas, Häuser und Villen mieten könnt (ja, der Siam Park ist extrem kommerziell), möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht eingehen.

Mein Siam Park Tipp: Um lange Wartezeiten zu vermeiden, kauft eure Tickets vorab online!
Weitere Informationen hier

Deshalb nur das Wichtigste: Das Tagesticket für Erwachsene kostet aktuell 38,00 €* und das Ticket für Kinder bis elf Jahre 26,00 €*. Wenn ihr darüber hinaus noch Verpflegung wünscht und dabei eventuell ganz minimal sparen wollt, könnt ihr euch auch ein Ticket inklusive Mittagessen für 52,00 €* beziehungsweise 34,00 €* für Kinder kaufen. Es gibt auch Premium-Tickets, mit denen ihr zuzüglich zum Mittagessen noch ein Handtuch und ein Schließfach bekommt und VIP-Karten, die eine All-Inklusive-Verpflegung und einen bevorzugten Zugang zu allen Attraktionen beinhalten.

Siam Park Tipps: Twin Tickets

Lohnen könnte sich für einige von euch sicher das Twin-Ticket. Es kostet für Erwachsene 66,00 €*, für Kinder bis elf Jahre 45,50 €* und beinhaltet die Eintritte für Siam und Loro Parque. Wenn ihr beide Parks besuchen wollt, spart ihr so immerhin 10 Euro pro Person. Wir haben von einem Besuch des Loro Parques jedoch abgesehen, da wir keine großen Fans von Tierparks und erst recht nicht von Delfinarien sind.

Wollt ihr zusätzlich noch im Poema del Mar, ein Aquarium auf Gran Canaria, vorbeischauen, könnt ihr euch sogar das Tri Ticket für 80,00 €* beziehungsweise 55,00 €* für Kinder gönnen.

Siam Park 2nd Visit-Ticket

Für besonders große Wasserpark-Fans lohnt sich vielleicht auch das Siam Park 2nd Visit-Ticket. Ihr könnt es am Ende eures Siam Park Besuchs am Ausgang (aber noch im Park) erwerben. Dafür müsst ihr euren Fingerabdruck abgeben. So wird beim zweiten Einlass sichergestellt, dass es sich tatsächlich um euch handelt und ihr das günstigere Ticket nicht einfach an Familienmitglieder oder Freunde weitergegeben habt.

Das 2nd-Visit Ticket kostet nur noch 19,00 €* und ist für 15 Tage gültig.

Legt euren ersten Siam Park Besuch, wenn möglich, also an den Anfang des Urlaubs. So könnt ihr spontan entscheiden, ob sich ein zweiter Besuch in den nächsten Tagen für euch lohnt.

Siam Park Fast Pass

Zur absoluten Hauptsaison im Juli oder August macht eventuell auch das Fast-Pass-Ticket Sinn. Ihr könnt es am Einlass für 15,00 €* kaufen, erhaltet im Anschluss ein Bändchen und habt bei jeder Rutsche einmal (bei einer Rutsche eurer Wahl auch zweimal), die Möglichkeit, die Fast Lane zu nutzen und an der normalen Warteschlange vorbeizugehen. Ihr könnt euch aussuchen, ob das Ticket von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr oder von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr gelten soll.

Wir waren im Dezember unterwegs und dementsprechend mit sehr kurzen Wartezeiten gesegnet. Ein Fast-Lane-Ticket hätte für uns keinen Sinn gemacht. In der Hauptsaison soll es laut einigen Bewertungen im Internet aber ganz anders aussehen.

*Preise aus Dezember 2019. Änderungen sind natürlich möglich.

Darf ich Essen in den Siam Park mitbringen?

Alle Speisen und Getränke könnt ihr natürlich ohne extra Ticket in den Bars und Restaurants kaufen. In den knapp sieben Stunden, die wir im Park verbrachten, haben wir jedoch keine einzige Sekunde an Essen gedacht (dabei geht wertvolle Rutsch-Zeit verloren) und es nach einem ausgiebigen Frühstück auch mal einige Zeit ohne Verpflegung ausgehalten. Eigenes Essen dürft ihr leider nicht mit in den Park nehmen. Beim Einlass mussten wir unsere Rucksäcke auch kurz öffnen. Die Durchsuchung war bei uns aber sehr oberflächlich.

Siam Park: Garderoben und Schließfächer

Nicht gerade meine Lieblingsbereiche im Park sind die Zonen mit Schließfächern und Garderoben. Hier ist es sehr eng. Im Schließfach-Bereich reiht sich ein Fach an das nächste und es sind sogar mehrere Fächer übereinander positioniert. Damit ist das Chaos vorprogrammiert und ihr steht euch mit euren Schließfachnachbarn permanent gegenseitig im Weg. Das bedeutet Stress und kostet einige Nerven.

Bevor ihr allerdings überhaupt an euer Schließfach kommt, müsst ihr den Schlüssel fürs Fach käuflich erwerben. Ja, ihr habt richtig gelesen, die Schließfächer kosten Geld. Im Dezember hat sich die Schlange an der Schlüsselkasse absolut in Grenzen gehalten. In der Hauptsaison könnten sich die Wartezeiten aber tatsächlich zur kleinen mentalen Herausforderung entwickeln.

Kleine Schließfächer kosten 3,00 €* große Schließfächer 5,00 €*. Darüber hinaus müsst ihr zusätzlich fünf Euro Pfand zahlen. Damit ihr das Geld am Ende des Tages zurückkriegt, behaltet unbedingt den Kassenbon bei euch. Ihr müsst ihn wieder abgeben, sofern ihr das Pfand rückerstattet bekommen wollt.

Wir haben für zwei Personen ein großes Schließfach gemietet und mit etwas Drücken und Quetschen unsere zwei Tagesrucksäcke verstaut bekommen. So richtig viel Platz ist in den Fächern also nicht. Unsere Getränke (natürlich nur Wasser), Sonnencreme und Handtücher begleiteten uns den ganzen Tag durch den Park.

Die Garderoben im Siam Park

In den Garderobenbereichen gibt es Sammelumkleidekabinen und ein paar wenige Duschen. Im Dezember war dieses Angebot vollkommen ausreichend. In der Hochsaison könnte es aber auch an dieser Stelle eventuell zu Engpässen kommen.

Es gibt im Park aber immerhin mehrere Garderoben- und Schließfachbereiche. Versucht in der Hauptsaison also nicht unbedingt ein Schließfach direkt hinter dem Eingang beim Schwimmenden Markt zu nehmen, sondern weicht auf die anderen Bereiche aus. Ich habe zum Beispiel noch Schließfachbereiche beim Dragon und am künstlichen Strand gesehen. Gerade beim Dragon ist euer Hab und Gut auch viel zentraler platziert und ihr müsst nicht einmal ganz zum Eingang zurücklaufen, wenn ihr etwas aus eurem Gepäck benötigt.

Aber Achtung: Auch wir hatten die glorreiche Idee unser Gepäck in den Schließfächern beim Dragon zu platzieren. Es fanden diesen Winter (2019) jedoch Wartungsarbeiten statt, sodass alle Schließfach-Häuschen außerhalb des Eingangsbereichs geschlossen waren. Wir sind deshalb mindestens 20 Minuten wie Falschgeld durch den Park gelaufen, um einen offenen Schließfach-Bereich zu finden – Shit Happens.

Altersbeschränkungen im Siam Park: Ab welchem Alter macht ein Besuch Eltern und Kindern Spaß?

Infotafel beim The Dragon im Siam Park
Jede Attraktion hat eine Infotafel mit Maßband. Hier wird die Größe der Kinder vom Park-Personal kontrolliert.

Der Siam Park bietet Wasserrutschen für groß und klein. Dennoch sind größere Kinder ab mindestens 1,10 Meter wenn nicht sogar 1,25 Meter klar im Vorteil. Sie dürfen einen Großteil der Wasserrutschen benutzen.

Für die Kleinsten unter den Badegästen ist das Programm etwas eingeschränkter. Sie können sich auf dem Wasserspielplatz Lost City austoben oder die vier Rutschen im Bereich Sawasdee testen.

Die richtigen Highlights des Parks sind für die Minis jedoch tabu. An allen Rutschen wird die Größe streng kontrolliert und wir haben bei unserem Besuch das eine oder andere Familiendrama mitbekommen: Teilweise waren Eltern ganz verzweifelt, wenn ihre Kinder nicht rutschen durften. Ein Paar redete zum Beispiel richtig wütend auf die Siam-Park-Mitarbeiter ein, sie hätten eine extrem weite Anreise in Kauf genommen, nur um diese oder jene Rutsche mit ihren Kindern rutschen zu können.

Das Personal blieb jedoch hart, denn zu klein ist nun einmal zu klein und Sicherheit und letztlich auch das Image des Parks (man stelle sich die mediale Aufmerksamkeit vor, wenn wirklich etwas passiert, weil ein zu kleines Kind gerutscht ist) gehen vor.

Möchtet ihr den Park mit euren Kids besuchen, solltet ihr euren Kleinen am besten schon vorab deutlich machen, welche Rutschen für sie geeignet sind und für welche sie noch ein paar Zentimeter wachsen müssen. Größere Enttäuschungen vor Ort werden so eventuell vermieden. Alternativ könnt ihr mit dem Parkbesuch aber natürlich auch warten, bis alle Familienmitglieder die optimale Größe, also 1,25 Meter, erreicht haben.

Siam Park Besuch in der Schwangerschaft

Eigentlich relativ selbsterklärend, da ich im Internet aber ein paar enttäuschte Bewertungen zum Thema Schwangerschaft gelesen habe, hier ein kurzer Abschnitt dazu.

Wenn ihr eure Familie schwanger in den Siam Park begleiten wollt, steht dem natürlich nichts im Weg. Ihr müsst euch aber darüber im Klaren sein, dass ihr so gut wie nichts rutschen könnt und den anderen zugucken „dürft“. Denn: Die Sicherheit eures Ungeborenen hat oberste Priorität.

 Ob sich der Eintritt dennoch lohnt, bleibt euch selbst überlassen. 32,00 € für ein bisschen Sonnenbaden und Planschen im seichten Wasser ist natürlich viel Geld. Manchmal macht es aber bestimmt auch Freude, einfach nur das Strahlen in den Augen seiner Liebsten zu sehen, während sie sich nach Herzenslust austoben.

Im Park befinden sich überall Sitzgelegenheiten, sodass ihr an den Attraktionen nicht zwingend stehen müsst. Zudem bieten Wave Palace und Coco Beach reichlich Liegen zum Entspannen.

Siam Park Teneriffa Tipps: So ist der Wasserpark aufgebaut

Siam Park Tipps: Parkplan im Siam Park
Dieser Parkplan befindet sich an vielen Stellen im Siam Park

Wenn ihr die häufig recht langen Schlangen (kauft die Tickets hier vorab online) an den Ticketschaltern und am Einlass hinter euch gelassen habt, könnt ihr euch direkt auf ein schönes Willkommens-Foto freuen. Ja, ihr habt richtig gelesen, hier schlägt der Massentourismus wieder voll zu. Das motivierte Siam-Park-Personal bittet euch vor die Kamera und am Ende des Tages gibt es die Möglichkeit, das tolle Bild von euch am Ausgang zu erwerben.

Habt ihr diese Hürde mit Bravour gemeistert, könnt ihr ein Becken mit Seelöwen bestaunen. Ich persönlich hätte auf den Anblick der Tiere in dem kleinen Gehege aus Tierschutzgründen jedoch gut und gerne verzichten können.

Eine Brücke seitlich hinter dem Seelöwen-Becken führt euch schließlich in Richtung des schwimmenden Markts. Hier könnt ihr Souvenirs, wie Stofftiere, T-Shirts und Kappen mit Siam-Park-Aufschrift kaufen – ein Traum für Eltern mit quengelnden Kindern (Ironie aus :)).

Die einzige durchaus praktische Investition könnten die Siam-Park-Badeschuhe sein. Ihr könnt sie während eures gesamten Aufenthalts und sogar auf den Rutschen selbst anbehalten. So beugt ihr wunden und verbrannten Füßen (die Bodenplatten im Park werden im Sommer sehr heiß) vor. Genauso gut funktionieren aber auch handelsübliche Badeschuhe aus normalen Sport- und Outdoor-Läden. Wir haben einfach unsere eigenen Schuhe mitgebracht.

Auf dem schwimmenden Markt gibt es zudem einige Essensstände sowie die von mir bereits angesprochenen Schließfächer inklusive Kassen und Garderoben.

Wenn ihr fertig umgezogen seid und eurer Hab und Gut in den Schließfächern verstaut habt, könnt ihr mit eurer Erkundungstour durch den Park starten.

Lauft ihr gegen den Uhrzeigersinn, ist die erste Attraktion, der ihr begegnet, der Mai Thai River. Ein paar Schritte weiter könnt ihr zum Wellenbad abbiegen und noch eine Gehminute später steht ihr schon vor der Lost City (dem Wasserspielplatz für die Kleinen). Danach geht es endlich mit den Rutschen für die größeren Badegäste los. Erst noch etwas gemäßigter mit dem Naga Racer und der Jungle Snake, danach schon deutlich adrenalin-lastiger mit Vulcano und Dragon.

Von hier aus seht ihr auch schon den gefürchteten Tower of Power, der sich in 28 Metern Höhe über dem gesamten Park erhebt – auf jeden Fall keine Rutschen für Menschen mit Höhenangst wie mich.

Hinter dem Tower of Power warten The Giant sowie die Mekong und Patong Rapids auf euch.

Im Anschluss gelangt ihr zu meinen Highlights des Parks: Den Rutschen Singha und Kinnarree.

Wer es gerne etwas entspannter hat, kann an dieser Stelle auch einen Abstecher zum Coco Beach machen. Hier gibt es nur seichte Wellen, also perfekt für eure kleinsten Wasserratten.

Geht ihr von hier aus in Richtung Ausgang, kommt ihr am Sawasdee-Bereich vorbei. Er eignet sich ebenfalls für kleinere Kinder.

Wegweiser im Siam Park
Siam Plark Tipps: An vielen Ecken gibt es Wegweiser

Alles in allem ist der Park relativ übersichtlich gestaltet. Es gibt an fast jeder Ecke Wegweiser und alle paar Meter große Übersichtstafeln, auf denen ihr nachschauen könnt, wo ihr euch gerade befindet. Überhaupt macht der Park einen guten ersten Eindruck. Es ist überall sehr sauber (okay, irgendwann im Laufe des Tages hat die Sauberkeit an den Toiletten etwas nachgelassen, aber es war im akzeptablen Rahmen), die Rutschen scheinen gut in Schuss und die Parkanlage wird top gepflegt und versprüht Dschungel-Flair.

Es wundert mich nicht, dass der Siam Park zu den größten Arbeitgebern auf Teneriffa zählt, denn allein für die Pflanzenpflege braucht es sicher eine ganze Menge engagierter Mitarbeiter.

Wie sich vom Namen bereits ableiten lässt, ist der Park stark thailändisch geprägt. Dies spiegelt sich sowohl im Essen als auch in der Architektur der Gebäude wieder. Ihr werdet merken, im Siam Park steckt eine Menge Liebe zum Detail.

Sehr positiv finde ich auch den Umgang des Parks mit dem Wasser für die Rutschen. Es soll direkt aus dem Meer kommen und durch Wasseraufbereitungsanlagen gereinigt und entsalzt werden.

Mein Siam Park Tipp: Um lange Wartezeiten zu vermeiden, kauft eure Tickets vorab online!
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Siam Park Attraktionen: Aufsteigend von ziemlich entspannt bis ganz schön heavy

1. Lost City – Wasserspielplatz für Kinder

Lost City im Siam Park
Lost City – der Abenteuerspielplatz für die Kleinsten
  • Größenbeschränkung: Keine
  • Schwierigkeit: Kinderleicht

Vor meinem Siam-Park-Besuch hätte ich eine Attraktion wie Lost City vermutlich eher mit einer Geisterstadt und lebenden Toten in Verbindung gebracht. Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt: Es kann sich bei einer „verlorenen Stadt“ auch einfach nur um einen schön angelegten Wasserspielplatz für Kinder handeln – Gruselfaktor gleich null.

Stattdessen können sich eure Kids auf Brücken, Netze, Wasserfälle und verschiedene offene sowie geschlossene Rutschen freuen und richtig austoben. Die Rutschbahnen sind alle recht kurz und dementsprechend gut auf Größe und Alter der kleinen Abenteurer abgestimmt.

Da Erwachsene die Lost City nicht betreten dürfen (worauf auch penibel von den Mitarbeitern geachtet wird), könnt ihr die Abenteuer eure Kinder nur vom „Ufer“ aus verfolgen.

Wir haben noch keine Kinder und können die Lost City dementsprechend nicht bewerten. Sie macht aber einen guten ersten Eindruck.

2. Sawasdee – Vier Rutschen für die Kleinsten

Kinderbereich Sawasdee im Siam Park
Kinderbereich Sawasdee
  • Größenbeschränkung: Keine
  • Schwierigkeit: Kinderleicht

Der zweite größere Kinderbereich im Siam Park heißt Sawasdee und befindet sich in der Nähe des Ein- und Ausgangs.

Hier warten vier Rutschen auf eure Kids. Eine ist dem „ The Dragon“ (siehe unten) nachempfunden. Eine Weitere kann von vier Kindern gleichzeitig befahren werden.

Zudem gibt es zwei Rennrutschen, auf denen die Kleinen den Wettkampfgedanken auflodern lassen können.

Sawasdee ist noch vergleichsweise neu und wurde sicherlich auf Wunsch vieler Eltern (und junger Kinder) geschaffen, die sich eine Alternative zur Lost City gewünscht haben – auf jeden Fall eine sinnvolle Ergänzung für kleine Wasserratten.

3. Coco Beach – Wellenbad für die ganze Familie

  • Größenbeschränkung: Keine
  • Schwierigkeit: Kinderleicht

Der kleine Bruder vom Wave Palace (siehe unten) ist der Coco Beach – ein kleiner Sandstrand mit angrenzendem Wellenbad für junge Badegäste. Wenn es euren Kids in Sawasdee oder auf der Lost City auf Dauer zu langweilig wird, wartet mit dem Coco Beach ein weiteres kleines Highlight.

4. Bodhi Trail – Baumhäuser im Regenwald

Es gibt im Siam Park auch eine Attraktion, die wenig mit Wasser und Rutschen zu tun hat – der Bodhi Trail. Er liegt in der Nähe des Coco Beachs etwas weiter hinten im Park und bietet einen Pfad über Brücken und Türme. Die Bepflanzung ist in diesem Teil des Parks sehr üppig, sodass ihr euch fast wie im Regenwald fühlt. Wir haben den Bodhi Trail nicht besucht, da er sich etwas abseits befindet und wir uns auf die Wasserrutschen fokussieren wollten. Wer irgendwann genug vom Rutschen hat, sollte auf jeden Fall mal einen kleinen Abstecher in Richtung der Baumhäuser wagen.

5. Wave Palace –  Sie gestatten: Die größte künstliche Welle der Welt

Der Wave Palace im Siam Park Teneriffa
Der Wave Palace am Abend
  • Größenbeschränkung: Keine Angabe
  • Schwierigkeit: Leicht

Und da wären wir auch schon beim großen Bruder des Coco Beachs: dem Wave Palace. Er befindet sich auf einem ausgedehnten Areal und bietet einen schönen hellen Sandstrand mit zahlreichen Liegen. Snackbar, Schließfächer, Toiletten und Umkleiden sind vorhanden.

Auch das Herzstück des Wave Palaces, der Swimmingpool, bietet mit mehr als 10.000 Quadratmetern reichlich Platz zum Austoben für alle Altersklassen. Doch damit nicht genug: Die Wellenmaschine des Pools kann bis zu drei Meter hohe künstliche Wellen erzeugen  – das ist europäischer Rekord.

Habt ihr das nötige Kleingeld in der Tasche, könnt ihr den Laden sogar zum Surfen mieten – Preise habe ich aber vorsichtshalber nicht angefragt. 🙂

Die Wellenhöhe im Wave Palace ist zeitlich getaktet: Die ersten 20 Minuten der angebrochenen Stunde bleibt der Pool spiegelglatt, während ihr euch in den zweiten 20 Minuten im mäßigen Wellengang etwas einschaukeln könnt. Mit den richtig großen „Brechern“ bekommt ihr es erst im letzten Stunden-Drittel zu tun.

Damit ihr euch auch zwischen den tosenden Wellen immer sicher fühlt und im Notfall sofort jemand eingreifen kann, wird das Becken aus allen Winkeln von Rettungsschwimmern bewacht.

Uns hat der Wave Palace insgesamt recht gut gefallen. Die großen Wellen waren wirklich riesig und ich bekam schon ein leicht mulmiges Gefühl im Becken, als ich das aufgetürmte Wasser auf mich zukommen sah. Letztlich war es dann aber doch halb so schlimm, da die Wellen sehr berechenbar und somit gut kontrollierbar sind.

Das absolute Highlight des Parks war der Wave Palace für uns jedoch nicht. Letztlich ziehen wir dann doch das offene Meer einem künstlich angelegten Becken vor.

Aus Surfer-Perspektive können wir das Wellenbad leider nicht beurteilen, da wir noch nie auf einem Surfbrett standen. Im normalen Parkbetrieb scheint Surfen auf jeden Fall nicht erlaubt zu sein – zumindest haben wir bei unserem Besuch keine Surfer gesehen.

6. Mai Thai River – Probiers mal mit Gemütlichkeit

Siam Park Tipps: Mai Thai River im Siam Park
Eine Oase der Entspannung – der Mai Thai River
  • Größenbeschränkung: Unter 1,10 m
  • Schwierigkeit: Leicht

Der Mai Thai River ist ein künstlich angelegter Fluss mit mal mehr oder weniger starker Strömung. Er fließt einmal quer durch die ganze Anlage und bietet eine gute Gelegenheit, sich auf das Ambiente des Parks einzustimmen.

Lasst euch in Einzel- oder Zweierreifen entspannt durch den Wasserkanal treiben und genießt die üppige Vegetation, die an euch vorbeizieht.

Bevor ihr wieder am Start- beziehungsweise Endpunkt ankommt, könnt ihr euch entscheiden, ob ihr eure gemächliche Reise durch den Park fortsetzen (linker Ausgang) oder eure Fahrt beendet wollt (rechter Ausgang).

Wir fanden den Mai Thai River schön angelegt, aber etwas langatmig. Für richtige Adrenalin-Junkies ist er auf jeden Fall nichts – eher eine gute Möglichkeit, die Sonne zu genießen und ein wenig zu entspannen.

7. Naga Racer – Eine tolle Familien-Rutsche

Der Naga Racer im Siam Park
Die wellenförmige Rutsche Naga Racer – perfekt für die ganze Familie
  • Größenbeschränkung: Unter 1,10 m
  • Schwierigkeit: Mittel

Der Naga Racer ist einer meiner persönlichen Siam-Park-Lieblinge. Auf den ersten Blick macht die wellenförmige Rutsche keinen imposanten Eindruck, hat es aber in sich, denn der Spaßfaktor ist auf jeden Fall hoch.

Für den Naga Racer benutzt ihr Schaumstoffmatten, die am Fuß der Rutsche liegen. Gerutscht wird auf dem Bauch, also im Liegen. Ihr könnt den Naga Racer mit bis zu sechs Personen gleichzeitig nutzen – das verkürzt die Wartezeit an der Rutsche extrem.

Für mich ist der Naga Racer eine sehr gute Einstiegsrutsche. Im Gegensatz zu anderen Attraktionen im Park ist der Racer bereits im Vorfeld perfekt einsehbar und ihr wisst, was auf euch zukommt. Ihr könnt euch zudem tolle Geschwindigkeitsduelle mit euren Freunden oder der Familie liefern und nehmt im unteren Drittel der Rutschbahn noch einmal ordentlich Speed auf.

Der Naga Racer ist zwar nicht sonderlich innovativ, aber eine gute Familienrutsche, auf der Groß und Klein ihre Rutsch-Skills unter Beweis stellen können.

8.  The Giant – Der sanfte Riese

The Giant im Siam Park
In diesem Becken landet ihr nachdem ihr den The Giant gerutscht seid
  • Größenbeschränkung: Unter 1,25 m
  • Schwierigkeit: Mittel

Eine weitere gute Einstiegsrutsche ist The Giant. Die Attraktion besteht aus zwei zueinander gespiegelten Rutschen. Gefahren wird in Einzel- oder Zweier-Reifen, die ihr selbst bis zum Startbereich tragen müsst – aber keine Sorge, sie sind nicht schwer.

Im The Giant gleitet ihr zunächst relativ entspannt durch eine Röhrenrutsche und landet anschließend in einem riesigen Trichter. Dort dreht ihr einige Runden im Kreis, werdet irgendwann vom großen Trichterloch geschluckt und düst rasant (meistens rückwärts) in Richtung Ausgang.

Gemessen an den anderen Siam-Park-Attraktionen, hat uns The Giant nur mäßig begeistert. Im Vergleich zu Rutschen in einem normalen Freizeitbad in Deutschland schneidet er aber natürlich trotzdem gut ab.

Vielleicht hat uns der Riese auch nicht in Gänze mitgerissen, da wir im Vorfeld die etwas rasantere Kinnaree gerutscht sind und bereits an höhere Geschwindigkeiten und steilere Kurven gewöhnt waren.

9. Jungle Snake – Einmal durch den Dschungel bitte

Jungle Snake Rutsche im Siam Park auf Teneriffa
Drei der vier Ausgänge der Jungle Snake
  • Größenbeschränkung: Unter 1,10 m bzw. unter 1,25 m
  • Schwierigkeit: Mittel

Nicht nur eine, sondern ganze vier Rutschen erwarten euch, nachdem ihr die Stufen zur „Jungle Snake“ erklommen habt: Die Viper, die Boa, die Python und die Cobra. Auch hier gilt: Einzel- oder Zweier-Reifen direkt vom Fuß der Rutsche mitnehmen und dann kann es auch schon losgehen.

Bei der Jungle Snake ist der Name Programm: Die vier Rutschen wurden in einen kleinen Urwald gebaut und ihr gleitet auf euren Reifen quasi mitten durchs Grün der Pflanzen und Bäume – zumindest bei den offenen Rutschen. Zum Teil sind die Jungle Snakes nämlich auch geschlossen und damit stockfinster.

Mein Gleichgewichtssinn fand die Dunkelheit nicht ganz so toll und hat mir ein leichtes Übelkeitsgefühl beschert.

Trotzdem sind die Jungle Snakes für mich grundsolide Rutschen und sollten von euch auf jeden Fall getestet werden. Die unterschiedlichen Abfahrten halten immer wieder kleine Überraschungen bereit und machen ordentlich Spaß – auch wenn ihr eher zu den zurückhaltenden Rutschen-Fans zählt.

10. Mekong Rapids und Patong Rapids – Wie im Wildwasserkanal

  • Größenbeschränkung:  unter 1,10 m
  • Schwierigkeit: Mittel

Auch wenn Mekong und Patong Rapids unterschiedliche Rutschen sind, möchte ich sie gerne in einem Abschnitt zusammenfassen, da ihr Aufbau relativ ähnlich ist. Sie werden jeweils mit einem Schlauchboot-Reifen für maximal vier Personen befahren (ihr dürft jedoch auch zu zweit oder dritt starten).

Das Schöne an beiden Rutschen: Mit knapp über 200 Metern sind sie relativ lang. Es wechseln sich helle und dunkle Passagen ab und ihr werdet dank einer Vielzahl an Kurven ordentlich durch die Gegend gewirbelt. Das Tempo und der damit verbundene Adrenalin-Kick fallen aber eher mäßig aus. Dementsprechend müsst ihr auch für diese beiden Rutschen keine Thrill-Seeker sein.

11. The Vulcano – Hier fängt der Spaß erst richtig an

  • Größenbeschränkung:  Unter 1,25 m
  • Schwierigkeit: Mittel

Nachdem ihr The Giant, die Jungle Snake, Patong Rapids und Co. getestet habt, geht es endlich ans Eingemachte. The Vulcano gehört definitiv zu den Rutschen im Siam Park, die euch mehr als nur ein leichtes Schmunzeln ins Gesicht zaubern.

Um den Vulcano nutzen zu können, müsst ihr euch keine Schlauchboote von unten mitnehmen. Gerutscht wird stattdessen in relativ stabilen Vierer-Reifen, die mittels Beförderungsband zum Startpunkt transportiert und euch dort von den Mitarbeitern bereitgelegt werden.

Anders als bei den Patong und Mekong Rapids darf der Vulcano ausschließlich zu viert befahren werden. Es ist dementsprechend ein großer Vorteil, wenn ihr den Park mit einer geraden Anzahl an Leuten besucht – am besten natürlich zu viert. Wer alleine am Vulcano ansteht, muss dementsprechend mit zusätzlicher Wartezeit rechnen (es gibt eher selten Dreier-Grüppchen, die ergänzt werden können.)

Bevor es mit dem Rutschen aber so richtig losgehen kann, müsst ihr euch erst entsprechend der Sicherheitsvorkehrungen im Reifen positionieren: Die ersten zwei sich gegenübersitzenden Personen (ihr solltet bestenfalls ein ähnliches Gewicht haben) legen ihre Beine ausgestreckt nebeneinander. Die anderen zwei „stapeln“ Ihre Beine – ebenfalls nebeneinander – darüber. Die Mitarbeiter achten sehr genau darauf, dass ihr richtig sitzt und schicken euch erst los, wenn ihr euch fertig „sortiert“ habt.

Nach dieser ersten Hürde, kann es endlich losgehen und der Vulcano empfängt euch sofort mit gnadenloser Dunkelheit und einer relativ steilen und kurvigen Passage am Anfang. Anschließend landet ihr in einem trichterartigen Innenraum der Rutsche und fahrt durch eine Lasershow. Euer Reifen verlangsamt sich immer weiter bis ihr schließlich durch ein kleines Loch gleitet und nach einem weiteren relativ schnellen Abschnitt im Auffangpool landet.

Wir fanden den Vulcano super, obgleich er dem direkten Vergleich mit Dragon, Kinnarree und Singha natürlich nicht standhält. Er bietet sich aber hervorragend als Einstieg in die etwas abenteuerlicheren Rutschen an.

Mein Siam Park Tipp: Probiert den Vulcano am besten vor Kinnarree, Singha und Dragon aus, dann kommt er euch noch etwas spektakulärer vor.

12. Singha – Mit Highspeed in die Tiefe

  • Größenbeschränkung: Unter 1,25 m
  • Schwierigkeit: Schwer

Singha gehört zu den vergleichsweise neuen Rutschen im Siam Park. Sie wurde 2015 eröffnet und erfreut sich bei allen Parkbesuchern ausgesprochener Beliebtheit. Selbst bei unserem Besuch im Winter standen wir nachmittags über eine halbe Stunde an, um rutschen zu können. Singha ist eine High-Speed-Rutsche, die mehr einer Achterbahn als einer eigentlichen Rutsche gleicht.

Sie wird in Zweier-Reifen befahren, die euch die Siam Park-Mitarbeiter am Startpunkt der Rutsche bereitlegen.

Singha ist 240 Meter lang und bietet euch Hochgeschwindigkeitskurven mit 14 Richtungswechseln. Sie schafft ganze 18 Rutschen-Meter pro Sekunde im Gefälle!

Bereits kurz nach dem Start nehmt ihr Vollspeed auf und fahrt in rasantem Tempo bergab durch die ersten zwei Kurven. Anschließend geht es leicht bergauf und ihr bekommt einen ordentlichen Schwall Wasser auf den Kopf.

Kurz darauf gleitet ihr wieder in die Kurve und stürzt erneut in die „Tiefe“ (ja, ich gebe zu, ich beschreibe es hier etwas dramatischer, als es eigentlich ist). Dieser Vorgang wiederholt sich mehrere Male bis ihr mit ordentlichem Schwung im Auffangbecken landet.

Richtig viel habe ich von der eigentlichen Abfahrt (und den 14 Richtungswechseln) nicht mitbekommen, da ich als leichtere Person immer vorne sitzen musste und mir in schöner Regelmäßigkeit Wasser ins Gesicht spritzte. Meine Augen waren dementsprechend die meist Zeit geschlossen.

Dennoch hat Singha sehr viel Spaß gemacht und ist uneingeschränkt weiterzuempfehlen.

Übrigens: Trotz der ständigen Richtungswechsel wurde mir in Singha kein einziges Mal der Magen flau – ein weiterer Pluspunkt für die Highspeed-Rutsche.

13. The (one and only) Dragon – Rutschen im Auge des Drachen

Siam Park Tipps
Ein bisschen beängstigend – The Dragon
  • Größenbeschränkung: unter 1,25 m
  • Schwierigkeit: Schwer

Ich kann es nicht anders schreiben: The Dragon ist eine geniale und hervorragend ausgeklügelte Rutsche. Sie befindet sich direkt neben dem Volcano und wird ebenfalls in Vierer-Reifen gerutscht. Auch hier gilt: Alle Sitzplätze müssen bei der Abfahrt besetzt sein und eure Beine neben- beziehungsweise übereinander „gestapelt“ werden.

Gutes Festhalten ist zudem selbsterklärend Pflicht.

The Dragon startet mit einer rasanten Abfahrt und steilen Kurven. Das unangefochtene Highlight der Rutsche ist jedoch ihr riesiger, offener Kegel in den ihr mit Vollspeed hineinrutscht und förmlich bis an seine höchstgelegene Stelle katapultiert werdet.

Anschließend habt ihr das Gefühl, euer Schlauchboot stoppt für eine Millisekunde, ehe es in rasantem Tempo auf die andere Seite des Kegels schießt. Währenddessen beobachtet euch die ganze Zeit der „angriffslustige“ Dragon, der erhaben über der Rutsche thront.

Nachdem ihr euch im Trichter ausgeschaukelt habt, geht es nach einigen weiteren scharfen Kurven steil in Richtung Ausgang.

Der Dragon ist im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend – zumindest für mich. Bei der ersten Abfahrt blieb mir im Kegel für einen kleinen Augenblick die Luft weg und zwischendurch fühlte ich mich fast wie schwerelos.

The Dragon sollte ihr euch also in jedem Fall gönnen. Wenn ihr zu der etwas ängstlicheren Sorte Mensch gehört: Überwindet euch, euer Körper wird sich auf jeden Fall in Form von Glückshormonen bedanken.

14. Mein persönliches Siam-Park-Highlight: Kinnarree

  • Größenbeschränkung: Unter 1,25 m
  • Schwierigkeit: Schwer

Ich muss euch gestehen, kurz vor dem Start auf der Kinnaree war ich etwas nervös und hatte weiche Knie.

Im Nachhinein kann ich euch aber sagen, dass Panik völlig überflüssig ist.

Zugegeben: Kinnarree ist im Vergleich zu den meisten anderen Rutschen im Siam Park relativ steil und ähnlich atemberaubend wie der Dragon. Aber die Abfahrt lohnt sich und durchströmt euren Körper mit Glücksgefühlen.

Ihr rutscht Kinnaree auf den gleichen Reifen wie Volcano und Dragon. Nachdem ihr euch nach Vorschrift im Schwimmreifen positioniert habt, bekommt ihr noch eine kleine Sicherheitseinweisung (gut festhalten und nicht nach hinten gucken).

Dann geht es auch schon los ins Ungewisse und relativ steil in die erste Attraktion von Kinnaree: Ein kleiner Trichter, der in etwa so funktioniert wie die deutlich größere Ausgabe im Dragon. Ihr werden ein wenig hin und her geschleudert bis ihr an Speed verliert und in die nächsten Kurven gleitet.

Der Kegel ist jedoch nur ein kleiner Vorgeschmack auf das eigentliche Highlight der Kinnarree, welches wenige Rutschen-Meter später folgt: Mit mehr als ordentlicher Geschwindigkeit werdet ihr an die Spitze eines relativ senkrecht zur Rutsche stehenden Tellers geschleudert. Ähnlich wie beim Dragon stoppt ihr in dieser Position für eine gefühlte Millisekunde, ehe es in rasantem Tempo auf die andere Seite der Rutsche geht.

Dieser Vorgang wiederholt sich einige Male und schwächt sich von Runde zu Runde merklich ab. Anschließend befördert euch Kinnarree durch einige weitere Kurven in Richtung Ausgang.

Kinnaree ist meine unangefochtene Lieblingsrutsche im Park. Sie ist nicht nur schnell und kurvenreich, sondern bietet mit Trichter und Teller zwei Elemente, die das Herz eines jeden Adrenalin-Junkies höherschlagen lassen.

Persönlich fand ich die Kinnarree sogar noch ein wenig spektakulärer als den Dragon, aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Bedenkt jedoch: Auch in dieser Rutsche werdet ihr ordentlich durch die Gegend geschleudert, was sicherlich nicht jedem bekommt.

Ich mit meinem nervösen Magen bin aber auch viele Male hintereinander gerutscht und musste erst nach sieben bis acht Rutschpartien eine kleine Pause machen.

15. Tower of Power – 28 Meter freier Fall

Tower of Power im Siam Park
Der Tower of Power ist nur etwas für Adrenalin-Junkies
  • Größenbeschränkung: Unter 1,40 m
  • Altersbeschränkung: Unter 14 Jahre
  • Schwierigkeit: Schwer

Der Tower of Power ist im Siam Park nicht zu übersehen. Bereits von Weitem könnt ihr die extrem steile und schwindelerregend hohe Rutsche bestaunen. Im nahezu freien Fall geht es vom Tower of Power mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern die Stunde 28 Meter in die Tiefe.

Gleich zu Beginn muss ich euch gestehen, dass ich den Tower of Power nicht gerutscht bin – dafür aber mein Freund. Seine Infos möchte ich euch natürlich gerne weitergeben.

Nachdem ihr euch die unzähligen Stufen zum Startpunkt des Towers hinaufgeschleppt habt, könnt ihr einen umfassenden Ausblick über den ganzen Park genießen.

Vor eurer ersten Rutschpartie seid ihr vermutlich jedoch viel zu sehr mit euch selbst und euren zitternden Knien beschäftigt, um euch mit der schönen Panorama-Aussicht auseinanderzusetzen.

Unbedingt beschäftigen solltet ihr euch hingegen mit den Hinweistafeln, die überall im Turm angebracht sind und erklären, wie ihr euch auf der Rutsche zu verhalten habt.

Seid ihr an der Reihe, fordert euch ein Park-Mitarbeiter auf, euch in eine Wanne zu legen, die am unteren Ende geöffnet ist. Beine und Arme müsst ihr während der ganzen Fahrt überkreuzen. Haltet euch unbedingt daran, schließlich möchtet ihr heil im Auffangbecken ankommen.

Nach der kleinen Einweisung geht es auch schon los. Ihr werdet sacht angeschoben, um die Rutsche kurz darauf in rasendem Tempo und nahezu freien Fall hinabzustürzen. Behaltet die Augen im oberen Teil der Rutsche am besten geschlossen bis ihr von der Senkrechten in die Waagerechte geht, da ihr eine Menge Wasser ins Gesicht gespritzt bekommt.

Die letzten Rutschen-Meter führen euch in einer Plexiglasröhre durch ein Becken mit Haien. Wenn ihr die Fische sehen möchtet, müsstet ihr an dieser Stelle der Abfahrt eure Augen öffnen. Zugegeben, bei all dem Adrenalin ist das bestimmt gar nicht so leicht.

Für meinen Freund war die Abfahrt ein Erlebnis. Richtig motiviert, die Rutsche ein zweites Mal zu rutschen, schien er jedoch nicht.

Als Nachteil empfand er das Überkreuzen der Arme. Dadurch hatte er keine Möglichkeit seine Nase während der Fahrt zuzuhalten und bekam beim Eintauchen ins Auffangbecken eine ordentliche Nasendusche verpasst.

Für waschechte Thrillseeker ist der Tower Of Power aber natürlich ein absolutes Muss.

Siam Park Tipps: Siam Park im Winter

Unser Urlaub ergab sich relativ spontan Mitte Dezember, da wir noch einige Urlaubstage nehmen mussten und Teneriffa für uns den besten Mix aus relativer kurzer Flugzeit, einem angenehmen Klima sowie ruhigen und lebendigen Inselabschnitten bot.

Obwohl die Temperaturen im Winter relativ mild sein sollen, haben wir uns im Vorfeld des Wasserpark-Besuchs einige Gedanken gemacht: Werden wir frieren? Wie kalt ist das Wasser in den Rutschen und halten wir es bei knapp über 20 Grad überhaupt einen ganzen Tag im Wasserpark aus?

Unsere Sorgen waren weitgehend unbegründet. Wir haben den Siam Park an einem wolkenlosen Tag mit um die 23 Grad Lufttemperatur besucht.

Die Sonne scheint auf Teneriffa auch im Winter recht stark, sodass uns die ersten Stunden im Park überhaupt nicht kalt war. Etwas frösteliger wurde es gegen Nachmittag, als die Temperatur leicht zurückging und wir an einigen Rutschen länger im Schatten angestanden und uns kaum bewegt haben. Alles in allem war das aber absolut zu verschmerzen.

Die Wassertemperaturen der Rutschen und Schwimmbecken haben sich leicht voneinander unterschieden. Durchschnittlich lagen sie bei circa 24 Grad. The Giant kam uns etwas kälter vor, aber vielleicht ist das auch etwas tagesabhängig, welches Becken wie beheizt wird.

Kleiner Siam Park Tipp: Wir hatten unsere Schnorchel-Neopren-Anzüge dabei, die uns noch einmal zusätzlich (ich fahre schon seit Längerem mit diesem Anzug ganz gut). Aber klar, nach über sechs Stunden im dauernassen Neopren fingen auch wir allmählich an zu frieren (Ihr könnt auch das Siam Park Winterticket kaufen, hier ist ein Neopren-Anzug inklusive).

Das schlagende Argument für einen Siam Park-Besuch im Winter sind auf jeden Fall die kurzen Wartezeiten an den Rutschen. Die einzigen Attraktionen an denen wir etwas länger anstehen mussten, waren Singha sowie Mekong und Patong Rapids. Im Winter bekommt ihr für euer Geld auf jeden Fall ordentlich Rutschzeit geboten.

Sofern man anderen Berichten im Internet glauben kann, soll das im Sommer ganz anders aussehen.

Eine kleine Einschränkung für den Siam Park im Winter gibt es jedoch: Einige Rutschen sind nur zu bestimmten Zeit offen. Bei unserem Besuch haben Kinnaree und Singha zum Beispiel erst gegen Mittag geöffnet, während zwei Rutschen der Jungle Snake nur in den Morgenstunden nutzbar waren.

Siam Park Sicherheit

Tausende Menschen pro Tag, Wasserrutschen mit teils extremen Geschwindigkeiten und spektakulären Kurven – wie steht es dabei eigentlich um die Sicherheit?

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich mich im Park die ganze Zeit sicher gefühlt habe. Das Personal ist gut geschult und sehr konsequent. Kinder, welche die vorgeschriebene Größe für bestimmte Attraktionen unterschritten, durften nicht rutschen und mussten den Rückweg antreten.

Auch die Sicherheitshinweise wurden jedem Gast immer wieder geduldig erklärt und Abstände zwischen den einzelnen Rutschenden eingehalten. Wenn der Schwimmreifen mal etwas heftiger im Auffangbecken aufkam und ich ins Wasser fiel, eilte sofort einer der Guides zur Hilfe und zog mich wieder an die Oberfläche.

Auch die Rutschen und Reifen machten einen hervorragenden Eindruck und schienen gut in Schuss zu sein. Einem Tag voll unbeschwerten Spaß und Unterhaltung steht damit nichts im Wege.

Siam Park Tipps: Mein Fazit

Steht ihr auf Natur und Ruhe? Seid ihr erklärte Feinde von Kommerz und Massentourismus? Dann ist der Siam Park auf keinen Fall etwas für euch.

Auch für mich gibt es den einen oder anderen Punkt im Park, dem ich nicht allzu viel abgewinnen konnte.

Wie bereits zu Beginn des Artikels erwähnt, hätte ich mir einen Eingangsbereich ohne Seehundebecken und „Erinnerungsfoto-Schießen“ gewünscht. Auch der Fanshop, um den die Besucher natürlich kaum herum kommen, war nicht so richtig nach meinem Geschmack und kam etwas billig daher.

Ziemlich überzogen sind zudem die fünf Euro, die für ein (nicht gerade großes) Schließfach verlangt werden – ganz zu schweigen von der kleinen „Schikane“, dass ihr euer Pfand nur zurückbekommt, wenn ihr den Schließfach-Bon aufgehoben habt und am Ende wieder mit abgebt.

Nichtsdestotrotz muss auch ein kleiner Möchtegern-Weltverbesserer wie ich an manchen Tagen „Fünfe-gerade sein lassen“.

Denn: Der Siam Park macht auf jeden Fall Spaß und bietet eine unglaubliche Rutschen-Auswahl, die in Europa ihres gleichen sucht.

Und ganz ehrlich, ich habe lange nicht so viele glückliche und lachende Menschen auf einem Haufen gesehen wie hier.


Ihr habt es bis zum Ende des Artikels geschafft? Herzlichen Glückwunsch, das nenne ich echtes Durchhaltevermögen. Aber Spaß beiseite: Ich gebe zu, mein Bericht zu den Siam Park Tipps ist etwas lang geworden. Ich habe mich aber bemüht, euch so viele Infos wie möglich zu präsentieren, damit ihr euch bestens auf euren eigenen Besuch vorbereiten könnt. Habe ich etwas vergessen oder falsch beschrieben? Dann schreibt mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich wie immer auf eure Anmerkungen. 🙂


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