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Aussichtspunkte Teneriffa – die schönsten Miradores auf der Kanareninsel

Mirador del Teide

Schöne Aussichtspunkte auf Teneriffa? Ja, die gibt es auf der Kanareninsel in Hülle und Fülle. Denn Teneriffa ist so viel mehr als Playa de las Américas, Pauschaltourismus und Rentnerparadies.

Mit dem Teno- und dem Anaga-Gebirge warten zwei wunderschöne Gipfelketten darauf, von euch entdeckt zu werden. Und als ob das noch nicht genug ist, könnt ihr im Nationalpark del Teide mit dem gleichnamigen Teide einen heute noch aktiven Vulkan bestaunen.

Aussichtspunkte findet ihr auf einer derart bergigen Insel natürlich an vielen Ecken. Welche Miradores sich wirklich lohnen und wie ihr am besten dort hinkommt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Aussichtspunkte Teneriffa: Mirador del Teide

Aussichtspunkte Teneriffa: Mirador del Teide
Aussichtspunkte Teneriffa: Mirador del Teide

Ein Aussichtspunkt, den wir eher durch Zufall auf unserer Fahrt zur Wanderung um den Chinyero gefunden haben, ist der Mirador del Teide. Er liegt im Nordwesten der Insel in der Nähe von Masca.

Von Santiago del Teide aus kommend, fahrt ihr die TF-82 in Richtung Norden entlang. Die Straße ist etwas kurvig, aber gut asphaltiert und breit genug, sodass ihr euch mit dem Gegenverkehr nicht ins Gehege kommt.

Am Aussichtspunkt erwartet euch ein kleiner Parkplatz für maximal vier bis fünf (kleine) Autos. Wir hatten bei unserem Besuch Glück, sofort eine Lücke zwischen zwei anderen Fahrzeugen zu finden.

Die besten Reiseführer für Teneriffa

1) Gequo Reisezeit – Reiseführer Teneriffa: Toller Schwerpunkt auf landschaftliche Highlights

2) DuMont Reise-Taschenbuch Teneriffa: Reiseführer mit persönlichen Highlights des Autors

3) Bruckmann Reiseführer: Hidden Secrets Teneriffa: Mal ein etwas anderer Reiseführer

Wie der Name bereits vermuten lässt, habt ihr vom Mirador del Teide zu eurer Linken einen hervorragenden Ausblick auf den Vulkan. Zu eurer Rechten könnt ihr die Straße, von der ihr gekommen seid, und im Hintergrund einen Ausläufer des Teno-Gebirges bewundern. Abgerundet wird das Panorama durch einige Weinberge zu euren Füßen.

Wir haben die Aussicht an einem sonnigen Tag im Dezember sehr genossen und können den Mirador auf jeden Fall weiterempfehlen. In der Hochsaison müsst ihr vermutlich etwas Glück haben, eine der begehrten Parklücken zu ergattern.

Mirador Archipenque: Ausblick auf Los Gigantes

Mirador Archipenque auf Teneriffa
Der Ausblick auf die Los Gigantes ist etwas getrübt

Alles andere als ein Geheimtipp ist der Mirador Archipenque. Das merkt ihr spätestens bei eurer Ankunft am Aussichtspunkt, denn hier wimmelt es zu jeder Jahreszeit nur so von Touristen. Natürlich machen sich das auch die geschäftstüchtigen Einheimischen zu Nutzen und haben ein kleines Café sowie einen Souvenir-Shop eröffnet.

Doch warum überhaupt der ganze Trubel? Ganz einfach, ihr habt vom Mirador Archipenque die Möglichkeit einen Blick auf eins der Wahrzeichen Teneriffas zu werfen: die Steilklippen Acantilados de los Gigantes. Der Anblick der beinahe majestätisch anmutenden Felsen ist wirklich beeindruckend. An ihrer höchsten Stelle fallen sie bis zu 450 Meter senkrecht ins Meer ab.

Trotz dieses imposanten Naturschauspiels gehört der Mirador Archipenque nicht zu meinen absoluten Highlights, da der Ort Los Gigantes sehr touristisch geprägt ist und ihr vom Mirador nicht nur die Steilklippen, sondern auch die eine oder andere Bausünde bewundern könnt – märchenhafte Idylle sieht für mich anders aus.  

Gerade in den Abendstunden könnte sich ein Abstecher dennoch für euch lohnen. Los Gigantes liegt ganz im Westen Teneriffas und bietet damit die perfekte Möglichkeit, den Sonnenuntergang über dem Meer zu genießen.

Vom Süden aus kommend, erreicht ihr den Mirador Archipenque zunächst über die Autobahn TF-1, ehe ihr von dort auf die TF-46 abfahrt. Von Puerto de la Cruz im Norden ist die Anfahrt etwas abenteuerlicher. Nach einer entspannten Fahrt auf der TF-5 biegt ihr auf die TF-82 (an dieser Straße liegt auch der bereits beschriebene Aussichtspunkt Mirador del Teide) und anschließend auf die sehr kurvige TF-454 – dafür ist die Aussicht für den Beifahrer natürlich viel schöner als auf der Autobahn.

Parkplätze findet ihr direkt am Straßenrand beim Mirador.

Mirador la Fortaleza: Die umständliche Anreise lohnt sich

Aussichtspunkte Teneriffa: Mirador de la Fortaleza
Einfach nur Wow: Der Ausblick vom Mirador la Fortaleza

Während ihr alle anderen Aussichtspunkte, die ich beschreibe, bequem mit dem Auto erreichen könnt, müsst ihr euch für den Mirador la Fortaleza ein wenig mehr ins Zeug legen und eine kleine Wanderung auf euch nehmen. Startpunkt ist die Bergstation der Teide Seilbahn.

Ihr habt richtig gelesen: Wenn ihr zum Mirador gelangen möchtet und keine Sondergenehmigung für die Wanderung bis zum Gipfel des Teides habt, steht für euch zunächst eine Fahrt mit der Seilbahn auf dem Programm.

An der Talstation der Teleférico del Teide befindet sich ein Parkplatz (Aparcamiento del teleférico), auf dem ihr euer Auto abstellen könnt. Aber Achtung: Die Fahrt mit der Seilbahn ist extrem beliebt. Wenn ihr stressfrei und ohne lange Wartezeiten auf dem Teide  ankommen wollt, sollte euer Wecker zeitig klingeln – vor neun Uhr habt ihr die besten Chancen noch einen der begehrten Parkplätze zu ergattern.

Eine Fahrt mit der Teleférico del Teide kostet pro Person 27,00 Euro. Die erste Fahrt zur Bergstation erfolgt um 09:00 Uhr, die letzte jahreszeitabhängig zwischen 15:00 und 18:00 Uhr.

Um lange Wartezeiten an der Seilbahn zu vermeiden, lohnt es sich die Tickets vorab online zu kaufen. Das könnt ihr sehr unkompliziert direkt auf der Website von Volcano Teide Experience tun.

Aussichtspunkte Teneriffa: Wanderung zum Mirador la Fortaleza

An der Bergstation angekommen, erwartet euch aber nicht sofort der Mirador de La Fortaleza. Um ihn zu erreichen, müsst ihr dem gut ausgebauten Wanderweg Nummer 11 circa 430 Meter folgen. Während des kleinen Spaziergangs habt ihr die Möglichkeit, bereits spektakuläre Ausblicke auf die Caldera de las Cañadas (ein vulkanischer Einsturzkessel mit etwa 17 Kilometern Durchmesser), den Bergrücken Cumbre Dorsal und mit etwas Wetterglück auch auf die Nachbarinsel Gran Canaria zu genießen. Links vom Weg könnt ihr darüber hinaus den Kegel des Teides bewundern und fühlt euch dabei fast wie auf dem Mond oder Mars (lässt man die nicht zu verachtende Anzahl an anderen Touristen außer Acht, die euch auf eurem Weg begleiten).

Nach etwa 25 Minuten ist es endlich geschafft: Ihr steht am Mirador la Fortaleza und habt (bei entsprechendem Wetter) einen atemberaubenden Ausblick auf Los Realejos, Puerto de la Cruz, das La Orotava-Tal und Ausläufer des Anaga-Gebirges.

Zugegeben, die Anreise zu diesem Aussichtspunkt auf Teneriffa ist definitiv aufwändiger als zu anderen hier beschriebenen Miradores. Dennoch gehört die Fahrt (oder Wanderung) auf den Teide zu einem gelungenen Teneriffa-Urlaub irgendwie dazu.

Von Süden aus kommend, erreicht ihr den Parkplatz der Seilbahn über die TF-1, die TF-38 und die TF-21. Ab Puerto de la Cruz fahrt ihr kurz auf die TF-5 und anschließend den überwiegenden Teil der Strecke auf der TF-21.

Mirador de Cherfe: Ein gelungener Abstecher ins Teno-Gebirge

Bergkette in der Gegend um Masca
Bergkette in der Gegend um Masca

Wenn ihr auf dramatische Berghänge und tiefe Schluchten steht, dann ist der Aussichtspunkt Mirador de Cherfe genau das richtige für euch. Er liegt kurz vor Masca auf 1063 Metern Höhe und ihr könnt von hier aus einen imposanten Ausblick über das Teno-Gebirge, die Masca-Schlucht und bei gutem Wetter sogar auf die Nachbarinseln La Gomera und La Palma genießen.

Geparkt wird, wie an den meisten Miradores, in zwei kleinen Parkbuchten links und rechts von der Straße. Wer bei dem spektakulären Anblick der Felswände und Schluchten Hunger bekommt, hat die Möglichkeit, sich am ortsansässigen Imbiss-Wagen zu versorgen. Zur Qualität des Essens kann ich allerdings keine Aussage machen, da wir uns den Tag über selbst verpflegt haben (Kanarische Ananas – Lecker :)).

Ein kleiner Hinweis am Rande: Werdet zwischendurch nicht unaufmerksam und passt auf eure Wertgegenstände auf. Während unseres Besuchs war alles entspannt und niemandem wurde etwas geklaut. In einigen Berichten im Internet zum Mirador de Cherfe ist jedoch zu lesen, dass es in der Vergangenheit schon zu Taschendiebstahl gekommen sei. Wedelt beim Mirador also nicht zu offensichtlich mit euren Hundert-Euro-Scheinen herum, denn wie ich an dieser Stelle immer zu sagen Pflege: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Aus dem Süden der Insel kommend dauert die Anfahrt zum Mirador de Cherfe etwa eine halbe Stunde. Den überwiegenden Teil der Strecke fahrt ihr auf der extrem gut ausgebauten TF-1 und nur das letzte Stückchen zum Mirador auf der etwas kurvigeren TF-436. Vom Norden aus benötigt ihr circa eine Stunde und biegt nach einer längeren Fahrt auf der TF-5 auf die TF-82 ab. Auf dieser Route gibt es teils sehr enge Kurven – die Anfahrt ist dementsprechend etwas abenteuerlicher.

Aussichtspunkte Teneriffa: Mirador De Jardina – Der Einstieg ins Anaga-Gebirge

Mirador de Jardina auf Teneriffa
Aussicht vom Mirador de Jardina

Nachdem ihr am Mirador de Cherfe eine spektakuläre Aussicht im Teno-Gebirge genießen konntet, solltet ihr unbedingt einen Abstecher in Richtung Anaga-Gebirge unternehmen. Hier gibt es eine ganze Reihe an Miradores und die Fahrt durch die Nebelwald-Gegend an sich ist schon ein kleines Erlebnis.

Das Anaga-Gebirge liegt ganz im Nord-Osten der Insel, sodass der Mirador De Jardina sowohl aus dem Norden um Puerto de la Cruz als auch aus dem Süden kommend der erste Aussichtspunkt auf eurem Weg ins Gebirge ist.

Die Anfahrt zum Mirador ist über weite Strecken sehr angenehm. So richtig kurvig wird es erst kurz vor eurer Ankunft auf der TF-12. Hier solltet ihr dann unbedingt vom Gas gehen, um die Kurven entspannt zu nehmen und nicht in den Gegenverkehr zu geraten.

Wie eigentlich an fast jedem Aussichtspunkt, stehen euch am Mirador De Jardina ein paar Parkplätze zur Verfügung. Wir haben im Dezember sofort eine passende Lücke gefunden. Ich kann mir aber vorstellen, dass es in der Hauptsaison etwas schwieriger wird, ein Plätzchen für den Mietwagen zu bekommen.

Der Mirador de Jardina liegt auf einer Höhe von 854 Metern und bietet einen beeindruckenden Blick auf San Cristóbal de La Laguna (UNESCO-Weltkulturerbe), den Flughafen de Los Rodeos und im Hinterland den Pico del Teide.

Dieser Aussichtspunkt ist bei Touristen recht beliebt, deshalb wundert es auch nicht, dass ein Fahrender Händler bei unserem Besuch die Gelegenheit nutzte, um frisches Obst und einige kanarische Spezialitäten an den Mann oder die Frau zu bringen.

Ihr möchtet zum Mirador de Jardina? Dann nehmt aus Richtung Süden zunächst die Autobahn TF-2, biegt dann auf die TF-13 ab, anschließend auf die TF-113 und fahrt die letzten Kilometer über die TF-12. Ab Puerto de la Cruz nehmt ihr die TF-5 und erst dann die 13, die 113 und die 12.

Mirador Cruz del Carmen – Ein Aussichtspunkt zu Ehren der Jungfrau Carmen

Mirador Cruz del Carmen auf Teneriffa
Mirador Cruz del Carmen auf 920 Metern Höhe

Wenn ihr es schon einmal bis ins Anaga-Gebirge geschafft habt, könnt ihr auch gleich dem Mirador Cruz del Carmen einen Besuch abstatten. Mit seiner Höhe von 920 Metern über dem Meeresspiegel liegt dieser Aussichtspunkt noch etwas höher als der Mirador de Jardina. Die Aussicht ist recht ähnlich gehalten. Ihr könnt erneut San Cristóbal de La Laguna und im Hintergrund den mächtigen Teide bewundern.

Der Mirador befindet sich auf einem sehr schönen Plateau mit Steinveranda und Bänken und hätte fast etwas Romantisches, wenn ihr ihn nicht mit mindestens einem Dutzend anderer Touristen teilen müsstet – so war es zumindest bei uns der Fall.

Am Aussichtspunkt steht ein wirklich großer, aber dennoch sehr voller Parkplatz zur Verfügung. Zweites liegt sicher daran, dass es vor Ort nicht nur den schönen Aussichtspunkt gibt, sondern auch Einstiegspunkte für Wanderungen. Der häufig sehr nebelige Lorbeerwald lässt sich von hier aus also auch zu Fuß erkunden.

Darüber hinaus befindet sich am Mirador ein Besucherzentrum, ein Restaurant und eine kleine Kapelle mit dem schönen Namen Ermita de Nuestra Señora del Carmen. Zwischen den ganzen parkenden Autos wirkte sie jedoch fast etwas fehl am Platz.

Kapelle am Mirador Cruz del Carmen auf Teneriffa
Die Kapelle am Parkplatz Mirador Cruz del Carmen wirkt etwas fehl am Platz

 Auch ein Kleinmarkt mit Tierprodukten, Gebäck und Handwerkswaren soll hier – laut anderen Berichten im Internet –  hin und wieder seine Zelte aufschlagen. Wir haben bei unserem Besuch jedoch nichts dergleichen gesehen.

Die Anfahrt zum Aussichtspunkt Cruz del Carmen ist ein wenig abenteuerlich. Ihr nehmt exakt den gleichen Weg wie zum Mirador De Jardina, fahrt anschließend aber noch etwas länger auf der TF-12. Der Weg ist besonders zum Ende hin sehr kurvig und wird zum Teil sogar einspurig. Wir mussten unseren Mietwagen an einer Stelle der Straße sogar wieder zurücksetzen, da uns der Gegenverkehr die Vorfahrt nahm und zwei Autos definitiv nicht nebeneinander passten.

Dennoch hat uns auch die Anfahrt zum Cruz del Carmen gefallen, da die Strecke direkt durch den Nebelwald geht und wirklich etwas Besonderes ist.

Mirador Pico del Inglés: Das Highlight im Anaga-Gebirge

Mirador Pico del Inglés auf Teneriffa
Aussichtspunkte Teneriffa: Der Mirador Pico del Inglés mein Highlight im Anaga-Gebirge

Der Mirador Pico del Inglés war mein absolutes Highlight im Anaga-Gebirge. Er liegt ein paar Autominuten hinter dem Mirador Cruz del Carmen und hat es wirklich in sich. Mit einer Höhe von 976 ist er einer der höchsten Punkte im Gebirge und bietet eine Panoramaaussicht auf zerklüftete Gebirgsketten und einzelne (winzig aussehende) Häuser. Darüber hinaus seht ihr die etwas dichter besiedelten Gebiete an der Küste Teneriffas und den tiefblauen Atlantik. Auch den Teide könnt ihr bei klarer Sicht einmal mehr im Hintergrund erspähen.

Der eigentliche Mirador soll wohl gesperrt sein, wie ich im Nachhinein im Internet gelesen habe. Uns ist zwar eine Absperrung aufgefallen, da sie aber anscheinend irgendjemand vor unserem Besuch zur Seite geschoben hat, nahmen wir sie bei unserem Besuch gar nicht richtig wahr.

Selbst wenn ihr die Plattform nicht betreten könnt oder wollt, ist das jedoch nicht weiter schlimm, denn die tolle Aussicht lässt sich auch problemlos von der Parkplatzeinbuchtung genießen, auf der ihr euer Auto abgestellt habt (hier finden circa sechs bis sieben Autos Platz).

Einen kleinen Haken gibt es jedoch bei allen Aussichtspunkte im Anaga-Gebirge: Um die Miradores in ihrer vollen Pracht zu erleben, braucht ihr unbedingt gutes Wetter. Bei Wolken oder Nebel ist es mit der atemberaubenden Panoramaaussicht nämlich leider ganz schnell vorbei.

Zum Mirador Pico del Inglés nutzt ihr den gleichen Anfahrtsweg wie zum Mirador Cruz del Carmen. Ihr fahrt lediglich noch ein paar Minuten länger auf der TF-12.

Parkplatz Mirador Pico del Inglés
Kleine Parkplatz-Einbuchtung am Mirador Pico del Inglés

Mirador Playa De Las Teresitas – Karibik-Feeling mitten in Europa

Der letzte Aussichtspunkt auf Teneriffa, den ich euch ans Herz legen möchte, ist der Mirador Playa de Las Teresitas.

Der Playa de Las Teresitas liegt ganz im Nordosten von Teneriffa im kleinen Ort San Andrés. Er besticht durch seinen zwei Kilometer langen und von Palmen gesäumten hellen Sandstrand – damit ist er vermutlich der Traum eines jeden Sonnenanbeters und verbreitet fast so etwas wie Karibik-Flair.

Wie eigentlich alle hellen Sandstrände auf der Vulkaninsel Teneriffa wurde auch der Playa de Las Teresitas in den 70-er Jahren mit Sahara-Sand künstlich aufgeschüttet. Wer auf Natürlichkeit steht, ist hier also definitiv fehl am Platz.

Nachdem wir den wichtigsten Aussichtspunkten im Anaga-Gebirge einen Besuch abgestattet hatten und dementsprechend ohnehin im äußersten Nordosten Teneriffas unterwegs waren, ließen wir es uns nicht nehmen, zum Abschluss unseres kleinen Roadtrips am Playa de Las Teresitas vorbeizuschauen.

Fast noch beeindruckender als den Aussichtspunkt selbst, fanden wir die Anfahrt nach San Andrés, die uns einmal quer durch das Anaga-Gebirge geführt hat.

Natürlich erreicht ihr den Mirador auch etwas weniger abenteuerlich über die Autobahnen und Schnellstraßen im Flachland, für uns war die Tour durchs Gebirge jedoch der schnellste (und wohl auch spektakulärste) Weg zum Playa de Las Teresitas.

Vom Mirador Pico del Inglése haben wir knapp 50 Minuten nach San Andrés gebraucht. Die Strecke auf der TF-12 ist recht anspruchsvoll. Euch erwarten eine Menge Serpentinen und die eine oder andere Haarnadel-Kurve.

Als Fahrer müsst ihr euch dementsprechend sehr konzentrieren und könnt die schöne Aussicht nur mit einem halben Auge genießen. Dafür bietet sich dem glücklichen Beifahrer ein spektakuläres Naturschauspiel aus Gebirgsketten, tiefen Schluchten und üppig grüner Landschaft. Auch der Atlantik schiebt sich zwischendurch immer wieder in euer Blickfeld.

Leider hatte ich während unseres Teneriffa-Road-Trips, die verantwortungsvolle Aufgabe den Mietwagen zu lenken, sodass ich auf der Strecke nur hin und wieder einen Blick nach rechts oder links riskieren konnte. Was ich gesehen habe, hat sich aber definitiv gelohnt.

Aussichtspunkte Teneriffa: Mirador Playa de las Teresitas

Mirador Playa de las Teresitas
Aussichtspunkte Teneriffa: Mirador Playa de las Teresitas

Der Aussichtspunkt Mirador Playa de las Teresitas befindet sich einige Höhenmeter über dem eigentlichen Strand. Wenn ihr in San Andrés ankommt, solltet ihr also nicht komplett der Ausschilderung in Richtung Playa folgen, sondern links abbiegen und weiter auf der TF-121 fahren.

Am Mirador gibt es – wie üblich – eine kleine Einbuchtung, sodass ihr euer Auto abstellen könnt. Der Platz ist jedoch begrenzt und mehr als drei bis vier Wagen passen vermutlich nicht hintereinander.

Wenn ihr ein Quäntchen Glück hattet und das Mietauto parken konntet, bietet sich euch am Aussichtspunkt ein wunderschöner Blick auf den künstlich aufgeschütteten Strand und das dahinterliegende Dorf von San Andrés.

Einen Wermutstropfen möchte ich euch aber definitiv nicht vorenthalten. Die eigentliche Aussichtsplattform am Mirador ist leider gesperrt und von einem hohen Metallgitter-Zaun umgeben. Dementsprechend gibt sich die Gegend hier nicht ganz so idyllisch und lädt nicht zwingend zu einem längeren Stopp mit Picknickpause ein. Das ist natürlich sehr schade, da uns der Mirador, trotz der recht stark befahrenen Straße im Rücken, sehr gut gefallen hat.

Wenn ihr euch die abenteuerliche (und empfehlenswerte) Fahrt durch das Anaga-Gebirge sparen wollt, erreicht ihr den Aussichtspunkt von Süden aus kommend über die TF-1, TF-11 und die TF-121. Aus Puerto de la Cruz fahrt ihr auf der TF-5 durchs Inland und nehmt anschließend ebenfalls die TF-11 und 121.

Aussichtspunkte Teneriffa – Mein Fazit

Ihr habt genug vom Sonnenbaden, Schnorcheln, Feiern oder Wandern auf Teneriffa? Dann ist ein Roadtrip über die Kanaren Insel zu den spektakulärsten Aussichtspunkten Teneriffas möglicherweise eine gute Alternative. Bedenkt jedoch, dass ihr für die Streckenabschnitte zwischen den einzelnen Miradores genügend Zeit einplanen solltet, da Teneriffa an einigen Stellen sehr bergig ist.

Insgesamt fährt es sich auf der Insel jedoch sehr angenehm, da die Straßen gut ausgebaut und vielerorts top in Schuss gehalten werden.

Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen müsst ihr vor allem zur Rush-Hour, also in den frühen Morgen- und Abendstunden rechnen. Wenn ihr es den Einheimischen im Alltag etwas einfacher machen wollt, verzichtet auf unnötige Fahrerei zwischen 07:00 und 09:00 sowie 17:00 und 19:00 Uhr.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Erkunden der spektakulärsten Aussichtspunkte Teneriffas.


Euch fehlt ein wichtiger Aussichtspunkt auf meiner Liste oder ihr habt einen ganz besonderen Geheimtipp? Dann schreibt es mir in den Kommentaren. Ich freue mich wie immer über euer Feedback.


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