Wohnmobil Ausbau

Camper-Bodenplatte und Bodenbelag beim Wohnmobil Ausbau

Camper-Bodenplatte-Wohnmobil-Bodenplatte

Einer der wichtigsten Schritte beim Wohnmobil Ausbau ist das Montieren einer Camper-Bodenplatte im Fahrzeug.

Egal ob T5, T6, Crafter, Jumper, Ducato oder Sprinter: Der Einbau einer geeigneten Bodenplatte legt den Grundstein für alle weiteren Ausbaustufen, die auf eurem Weg vom Kastenwagen oder Transporter zum selbst ausgebauten Camper-Van anstehen.

Welche Materialien sich für Wohnmobil Bodenplatte sowie Bodenbelag eignen und wie ihr vom Messen, Aussägen bis hin zur Montage Schritt für Schritt vorgeht, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Warum ist die Bodenplatte für den Camper-Ausbau so wichtig?

Die Bodenplatte ist beim Camper-Ausbau das A und O. Sie sorgt für einen ebenen Untergrund, schützt die Karosserie im Bodenbereich des Vans, verbessert die Isolation und dient als wichtige Befestigungsbasis für eure Möbel im Wohnmobil. Ihr seht: Um die Montage einer Bodenplatte kommt ihr beim Selbstausbau nicht herum.

Materialliste: Eure Einkaufsliste für den Einbau einer Wohnmobil Bodenplatte

Wohnmobil-Bodenplatte: Materialliste
Die Vorfreude auf die neue Camper-Bodenplatte steigt

Reinigung

  • Putzlappen
  • Reinigungsmittel (z.B. Bremsreiniger)
  • evtl. Winkelschleifer/ Sandpapier und Rostschutzmittel

Holzunterkonstruktion

  • Kanthölzer (z.B. aus Fichte)
  • Sikaflex
  • Holzimprägnierung

Dämmung

  • selbstklebendes Armaflex oder alternatives Material wie Styrodor, Kork etc.

Bodenplatte zusägen

  • Maßband, Stift, Pappe als Schablone, Cutter-Messer
  • Material für die Bodenplatte (u.a. OSB-3 oder 4, Multiplex, Siebdruck)
  • Stichsäge
  • evtl. wasserabweisende Holzlasur o.ä., um Schnittkanten zu streichen
  • evtl. Holzbohrer

Bodenplatte befestigen*

  • Akkuschrauber mit passenden Aufsätzen
  • ggf. zur Stärke der Bodenplatte und Holzkonstruktion passende Holzschrauben zum Befestigen der Bodenplatte an der Holzunterkonstruktion
  • ggf. Hammer, Kronenbohrer, Einschlagmuttern, Unterlegscheiben und passende Schrauben zum Befestigen der Bodenplatte an der Karosserie
  • ggf. zur Stärke der Bodenplatte passende Befestigungshülsen und Schrauben zum Montieren der Bodenplatte mit den original VW Zurrmulden

*hier ist jeweils das Material für die unterschiedlichen Ausbauvarianten aufgelistet

Bodenbelag

  • Bodenbelag (PVC, Klick-Vinyl o.ä.)
  • Teppichschere, Cutter etc.
  • Ggf. doppelseitiges Klebeband

Abschluss

  • z.B. Aluprofilschiene und dazu passende Schrauben

Wohnmobil Bodenplatte: Die Vorarbeit

Camper-Ausbau - VW T5 entkernen und putzen
Camper-Bodenplatte: Der Boden im VW T5 ist schon zur Hälfte entfernt & es kommt eine Menge Dreck zum Vorschein

Bevor ihr loslegen und euren Kastenwagen oder Transporter mit einer geeigneten Platte ausstatten könnt, steht ein wenig Vorarbeit auf dem Programm.

Im ersten Schritt sollte das Fahrzeug entkernt und alles aus dem Camper entfernt werden, das beim Verlegen der Bodenplatte stört. Dazu zählen Sitze, eventuell Seitenverkleidungen und ein alter Untergrund, der werksseitig verlegt wurde oder vom Vorbesitzer stammt.

Sitzbankhalter entfernen beim Wohnmobil Ausbau: Ja oder nein?

Einige Wohnmobil Ausbauer entfernen auch die Sitzbank-Halterungen am Fahrzeugboden, um ein paar Zentimeter Deckenhöhe im Camper hinzuzugewinnen. Das ist, zumindest beim T5 (für andere Fahrzeugtypen kann ich nicht sprechen), in der Umsetzung recht anspruchsvoll.

Während ihr an die vier Muttern der Halterungen der hinteren Bank noch relativ simpel von unten nach dem Entfernen der Plastikverkleidungen herankommt, müsst ihr zum Abmontieren der mittleren Sitzbankhalterungen den Tank lösen und ein wenig absenken – sicherlich kein Ding der Unmöglichkeit, aber für einen Laien komplex.

Für mich kam das Entfernen der Sitzbankhalterungen nicht in Frage, da ich das Fahrzeug flexibel nutzen und die Sitze auch nach der Umgestaltung zum Camper-Van hin und wieder ein- oder ausbauen möchte. Deshalb habe ich meine Bodenplatte in den Bereichen der Sitzbank-Halterungen ausgesägt.

Benötigt ihr die Sitze der hinteren Reihen nicht und möchtet euch das aufwändige Ausbauen der Halterungen sparen, braucht ihr euch dennoch keine Gedanken machen.

Zum Befestigen der Bodenplatte und/oder zum Schutz der Dämmung braucht ihr ohnehin eine Bodenunterkonstruktion (siehe unten), die ihr in puncto Höhe an die Sitzbankhalterungen anpassen könnt und so dafür sorgt, dass alle Halterungspunkte unter der Bodenplatte verschwinden.

Hier ist es sinnvoll, die Latten für eure Bodenunterkonstruktion ein bis zwei Millimeter höher als die Sitzhalterung auszusuchen, um ein nerviges Quietschen zwischen Metall und Bodenplatte zu vermeiden.

Alternativ gibt es auch die Option, eure Platte mit passendem Werkzeug von unten im Bereich der Befestigungspunkte auszuhöhlen. So gewinnt ihr ein paar Zentimeter an Deckenhöhe hinzu.

Bodenplatte für den Busausbau: Fahrzeugboden reinigen und vorbereiten

Habt ihr den Boden eures Fahrzeugs entkernt, dürft ihr im nächsten Schritt Putzlappen und Reiniger zur Hand nehmen und den nackten Metallboden eures Vans zum Glänzen bringen. Ein Blick unter Bodenplatten und Gummimatten hat schon vielen Wohnmobil Ausbauern die eine oder andere Überraschung beschert: Dreck, Schrauben oder Essensreste sind definitiv keine Seltenheit (ich habe in meinem Bus nur ein paar alte Erdnüsse gefunden :D.)

Nachdem Besen, Staubsauger und Seifenlauge zum Einsatz gekommen sind, empfiehlt sich das Reinigen des Metalls mit Bremsreiniger, um den Fahrzeugboden zu entfetten und für die nächsten Arbeitsschritte optimal vorzubereiten.

Entdeckt ihr beim Putzen Rost, solltet ihr zu Winkelschleifer oder Sandpapier greifen und alle Stellen anschließend mit einer Rostschutzgrundierung behandeln.

Camper-Ausbau Bodenplatte: Die Unterkonstruktion

Für das Grundgerüst eurer Bodenplatte benötigt ihr Kanthölzer, die ihr auf dem Fahrzeugboden verklebt.

Diese Unterkonstruktion kann einerseits dazu dienen, eure Bodenplatte fest mit dem Untergrund des Fahrzeugs zu verschrauben. Andererseits braucht ihr eine Art Abstandshalter für eure Dämmung.

Die Bodenplatte allein reicht nicht aus, um euren Camper hinreichend zu isolieren. Deshalb solltet ihr euer Fahrzeug mit einem Dämmmaterial wie Armaflex, K-Flex und Co. verkleiden (hierzu gleich mehr). Läge eure Bodenplatte direkt auf der Dämmung auf, würde diese unnötig gequetscht und verlöre nach und nach ihre Isolations-Eigenschaften.

Da in meinem T5 19 Millimeter Armaflex als Dämmmaterial zum Einsatz kam, entschied ich mich für 20 Millimeter starke Fichten-Latten, die ich längs (wenn ihr eine vergleichsweise dünne Bodenplatte oder einen großen Kastenwagen habt bitte auch quer) in den Rillen meines T5s verklebt habe. Mit den Latten bin ich relativ sparsam umgegangen, da jedes verklebte Kantholz selbsterklärend eine entsprechend schlechtere Wärmedämmung nach sich zieht.

Holzunterkonstruktion aus Fichtenlatten für die Wohnmobil Bodenplatte
Holzunterkonstruktion für die Bodenplatte im Camper

Besteht eure Bodenplatte aus mehreren Einzelteilen, empfiehlt es sich jedoch, auch Holz unter dem Stoß der beiden Platten zu verlegen, um ein nötiges Maß an Stabilität zu gewährleisten.

Zum Befestigen der Latten am Fahrzeugboden wird von vielen Wohnmobil Ausbauern Sikaflex empfohlen.

Ich habe im ortsansässigen Baumarkt nur „normalen“ Metall- und Holzkleber gefunden, der in meinem Fall jedoch völlig ausreichte.

Holzunterkonstruktion für Transporter Bodenplatte wird über Nacht beschwert
Die Holzlatten für die Camper-Bodenplatte wurden über Nacht beschwert (nein, das ist keine Schleichwerbung, ich mag gar keine Cola :D)

Nachdem ihr die Latten am Boden des Fahrzeugs verleimt habt, solltet ihr das Konstrukt, am besten über Nacht, beschweren und trocknen lassen. Am nächsten Morgen sitzt die Unterkonstruktion dann bombenfest.

Tipp: Bevor ihr das Holz am Boden des Vans verklebt, solltet ihr die Leisten mit Bienenwachs oder einer innenraumgeeigneten Lasur streichen und so vor Feuchtigkeit schützen.

Wohnmobil Boden dämmen

Warum es Sinn macht, den Boden im Camper zu dämmen, habe ich euch in meinem Blog-Beitrag zum Thema Wohnmobil isolieren ausführlich beschrieben. Deshalb an dieser Stelle nur noch eine kleine Praxisanleitung:

Nachdem die Holzlatten im Van verklebt und getrocknet sind, könnt ihr direkt mit dem Dämmen des Wohnmobil Bodens starten. Geht vorab vorsichtshalber noch einmal mit Bremsreiniger und Lappen über den Fahrzeugboden, falls sich beim Ausrichtung und Verkleben der Unterkonstruktion wieder Dreck ins Auto geschlichen hat.

Welches Material eignet sich für die Dämmung des Camper-Bodens?

Das wohl gängigste Material zum Dämmen des Camper-Bodens ist selbstklebendes Armaflex XG (bitte nicht die günstigere Variante Armaflex ACE bestellen, da diese unangenehme und eventuell sogar gesundheitsschädliche Dämpfe absondern kann). Es lohnt sich aber auch, darüber nachzudenken, das Wohnmobil mit Styrodor zu dämmen oder zu einem natürlichen und nachwachsendem Rohstoff wie Kork zu greifen. Alle Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Materialien habe ich euch in meinem Blog-Beitrag Camper dämmen zusammengefasst.

Armaflex am Camper-Boden verkleben

Camper dämmen
Fast fertig gedämmt: Die Stöße der Armaflex-Platten müssen noch versiegelt werden

Beim Ausbau meines T5s habe ich mich nach einiger Recherche für das geschlossenporige Dämmmaterial Armaflex in 19 Millimeter Stärke entschieden. Ich baue das erste Mal ein Fahrzeug zum Camper um und muss gestehen, dass ich deshalb zu einem Material tendierte, mit dem ein Großteil der anderen Wohnmobil Ausbauer bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Sollte es eines Tages soweit sein, dass ich ein weiteres Reisemobil ausbaue, werde ich natürliche Dämmstoffe durchaus noch einmal in Betracht ziehen.

Die Verarbeitung von selbstklebendem Armaflex auf dem Camper-Boden ist kinderleicht. Ihr müsst lediglich die zu beklebende Fläche messen, das Dämmmaterial mit einem scharfen Cutter-Messer zurechtschneiden und anschließend im Van verkleben. Zieht die Folie dabei am besten Schritt für Schritt ab und drückt das Material nach und nach fest, damit keine Luftbläschen entstehen und ihr im größten Notfall noch Korrekturen vornehmen könnt (Armaflex klebt wie Kaugummi).

Alle Materialstöße könnt ihr anschließend mit einem dünnen Armaflex-Band abgekleben, um Feuchtigkeit in den Ritzen zu vermeiden. Wir haben auch die Kanthölzer selbst noch einmal mit neun Millimeter starkem Armaflex verklebt, um zumindest eine dünne Wärmeschicht zwischen kaltem Metallboden, Holzunterkonstruktion und Bodenplatte zu schaffen.

mit Armaflex gedämmter Boden im Camper
Der Boden im Camper ist fertig gedämmt

Andere Wohnmobil-Ausbauer nutzen auch Dampfsperrband zum Verkleiden der Holzlatten. Möchtet ihr es ihnen gleichtun, solltet ihr jedoch darauf achten, das Band beim Befestigen der Bodenplatte nicht zu beschädigen, da der Schutz vor Feuchtigkeit sonst hinfällig wird.

Bodenplatte auf original Gummiboden des Fahrzeugs verlegen

In der Reihe der Volkswagen Transporter gibt es einige Modelle, die bereits werksseitig mit einem gummierten Schaumstoffboden versehen sind. Auch mein T5 war bereits zur Hälfte mit einem solchen Untergrund (20 Millimeter dick) ausgelegt (die andere Hälfte hat der Vorbesitzer allen Anschein nach herausgeschnitten und durch eine Siebdruckplatte ersetzt).

Deshalb habe ich nur den hinteren Teilbereich meines Autos mit Armaflex verklebt und verlasse mich im vorderen Fahrzeugabschnitt auf die Dämmfähigkeit der Matte. Auch andere Wohnmobil Ausbauer haben ihre Bodenplatte direkt auf dem Gummiboden montiert und sind noch nach Jahren mit dieser Entscheidung zufrieden.

Es gibt aber auch Busausbauer, die davon abraten und betonen, dass sich die Matte unter Umständen mit Feuchtigkeit vollsaugen kann.

Für eine Bewertung steht bei mir definitiv noch der Praxis-Langzeittest aus. Ihr müsst also selbst abwägen, ob ihr den gesamten Gummiboden dauerhaft aus dem Transporter entfernen und durch Armaflex (oder ähnliche Dämmmaterialien) ersetzen wollt oder der Original-Matte eine Chance gebt.

Camper-Bodenplatte Material: Welches Material eignet sich als Bodenplatte für den Camper-Van?

Ihr habt euren Kastenwagen gereinigt, die Unterkonstruktion verlegt und fleißig gedämmt? Dann kann es endlich mit der Arbeit an der Camper-Bodenplatte losgehen. Vorab müsst ihr euch jedoch mit dem unterschiedlichen Materialvarianten auseinandersetzen, die sich mal mehr oder weniger als Boden für euer Wohnmobil eignen.

OSB-Platte als Camper-Bodenplatte

OSB (Oriented Strand Board)- beziehungsweise Grobspanplatten bestehen, wie der Name bereits vermuten lässt, aus zusammengepressten, langen und schlanken Spänen, die kreuzweise miteinander verleimt sind.

Eingesetzt werden OSB-Platten vorrangig im Hausbau – zum Beispiel als Wand- und Dachbeplankung oder im Fußbodenbereich. Ihr habt in eurem Leben sicher auch schon den einen oder anderen mit Grobspannplatten verkleideten Dachboden betreten.

Die großen, verarbeiteten Späne, machen die Optik der Platten sehr charakteristisch.

Eignen sich OSB-Platten als Material für die Camper-Bodenplatte?

OSB-Platten gehören zu den gängigsten Materialien beim Camper-Selbstausbau. Dank der kreuzweise verleimten Späne gelten sie als formstabil und robust. Zudem sind die Platten im Baumarkt oft mit Nut und Feder ausgestattet, sodass mehrere kleine Grobspannplatten problemlos zu einer Größeren zusammengesteckt werden können.

Im Gegensatz zu anderen Platten, die sich für den Wohnmobil Ausbau eignen (zum Beispiel Siebdruck), sind Grobspannplatten vergleichsweise leicht und günstig. Ein Quadratmeter OSB-Platte kann, abhängig von Stärke und Qualität, zwischen fünf und 14 Euro kosten.

Ein wichtiger Aspekt beim Thema Wohnmobil Bodenplatte ist darüber hinaus die Feuchtigkeitsbeständigkeit des Materials. Aufgrund ihrer speziellen Struktur und Zusammensetzung sind OSB-Platten ziemlich wasserfest.

Wenn ihr euch für Grobspannplatten im Camper-Ausbau entscheidet, solltet ihr jedoch zu OSB-3 oder OSB-4 Verlegeplatten greifen. OSB-1 und OSB-2-Platten eignen sich ausschließlich für Trockenbereiche und werden im modernen Holzbau kaum noch verwendet.

Wie dick sollte die OSB-Platte für den Camper-Boden sein?

Die Stärke der Bodenplatte im Camper-Ausbau ist ein viel diskutiertes Thema. Mit jedem Zentimeter mehr verliert ihr Raumhöhe und holt euch zusätzliches Gewicht ins Wohnmobil.

Dennoch sollte euer Boden stabil sein, da ihr regelmäßig über die Platte lauft und oft auch Möbel im Holz montiert werden.

Viele Wohnmobil Ausbauer greifen zu einer OSB-Plattenstärke von 15 Millimetern. Ab und zu wird auch eine Stärke von 18 Millimetern empfohlen. Diese Höhe eignet sich besonders gut, wenn ihr, wie ich, einen T5 habt, und die Bodenplatte an den original Sitzbefestigungspunkten aussägt, um die Halterungen nachträglich weiter nutzen zu können.

Dickere Bodenplatten haben zudem etwas bessere Dämmeigenschaften als dünne. Letztlich müsst ihr aber selbst entscheiden, was für euch der beste Kompromiss aus Raumhöhe, Stabilität und Gewicht ist.

Sind OSB-Platten im Camper-Ausbau gesundheitsschädlich?

Ganz ehrlich, eine eindeutige Antwort, ob OSB-Platten gesundheitsschädlich sind oder nicht, kann ich euch an dieser Stelle nicht geben.

Die Platten standen in der Vergangenheit öfters in der Kritik, ungesunde Dämpfe abzusondern. Bei einigen Platten soll direkt nach dem Einbau ein unangenehmer Geruch auftreten, der auf natürliche Emissionsbestandteile des Holzes wie Terpene, Essigsäure und Oxidationsstoffe (vor allem Hexanal) zurückzuführen ist.

Immer mal wieder kursieren Nachrichten durch die Öffentlichkeit, dass es in Räumen, in denen OSB-Platten verlegt wurden, zu erhöhten Emissionswerten kommt und Menschen sich in diesem Zusammenhang über gesundheitliche Beschwerden beklagen. Eine stichhaltige und valide Studie zu dem Thema liegt aktuell jedoch nicht vor (lasst es mich gerne wissen, wenn ihr hierzu weitere Informationen habt).

Mittlerweile gibt es, laut meiner Recherche, sogar Verfahren, die dafür sorgen können, Emissionen aus OSB-Platten zu reduzieren. Allerdings befinden sich noch keine Produkte am Markt, die durch die spezielle Produktionsweise einen geringeren Schadstoffausstoß glaubhaft nachweisen können.

Die häufig in Verbindung mit OSB genannte Formaldehydbelastung soll bei in Deutschland gefertigten Platten (achtet beim Kauf des Holzes auf seine Herkunft und wichtige Prüfsiegel!) mittlerweile übrigens kein Problem mehr darstellen.

Ob ihr auf OSB-Platten vertraut oder lieber zu einem anderen Material greift, ist letztlich also fast Gefühlssache.

Multiplex-Platte als Camper-Bodenplatte

Als Bodenplatte für den Camper-Ausbau ebenfalls häufig genutzt, werden Multiplex-Platten. Sie sind mindestens 12 Millimeter dick und bestehen aus minimal fünf gleichstarken Furnierplatten. Die einzelnen Lagen werden mit wasserfestem Leim als Bindemittel gepresst und kreuzweise geleimt. Die meisten Multiplex-Platten sind aus Birke, es gibt aber auch eine Ausführung in Buche zu kaufen.

Verwendet werden Multiplex-Platten sehr vielfältig. Sie kommen unter anderem bei tragenden Konstruktionen, als Arbeitsplatten, bei Lautsprechergehäusen, im Fahrzeugbau und als Trägerschicht bei Fertigparkett zum Einsatz – um nur einige wenige Funktionsbereiche zu nennen.

Eignen sich Multiplex-Platten als Camper-Bodenplatte?

Multiplex-Platten eignen sich in der Regel sehr gut als Wohnmobil Bodenplatte. Sie sind extrem stabil, feuchtigkeitsunempfindlich und angenehm zu verarbeiten. Die Oberfläche von Multiplex ist im Vergleich zu OSB glatter. Außerdem sollen Schrauben in Multiplex ein wenig stabiler halten als in Grobspanplatten. Auch die Dämmeigenschaften des starren Materials sind etwas besser als bei OSB.

Nachteilig an Multiplex-Platten ist ihr vergleichsweise hoher Preis (abhängig von Qualität und Stärke zwischen 12 und 45 Euro pro Quadratmeter) und ein höheres Gewicht.

An manchen Stellen im Internet ist auch zu lesen, dass die extrem geringe Biegsamkeit von Multiplex im Zusammenspiel mit den regelmäßigen Bewegungen in einem Fahrzeug nachteilig sein könnte.

Möchtet ihr lange Freude an eurer Multiplex-Platte im Camper haben, empfiehlt es sich beim Verarbeiten, die Schnittkanten des Materials mit einem wasserfesten Lack gegen Feuchtigkeit zu versiegeln.

Welche Stärke sollte die Multiplex-Platte für den Camper-Boden haben?

Genau wie bei OSB gilt es auch bei Multiplex, einen guten Kompromiss aus Stabilität, Raumhöhe und Gewicht zu finden. Mit einer 12 bis 15 Millimeter starken Platte solltet ihr in der Regel aber nichts falsch machen (sofern, ihr die Sitzverankerungen, anders als bei meiner Ausbauvariante nicht nutzen wollt).

Sind Multiplex-Platten gesundheitsschädlich?

Was mich bei meiner Recherche durchaus wunderte, ist, dass es zum Thema Gesundheitsschädlichkeit von OSB zahlreiche Artikel im Netz zu lesen gibt.

Multiplex-Platten stehen diesbezüglich deutlich weniger im Fokus. Nichtsdestotrotz enthält auch dieses Material eine ganze Menge Kunstharz. Ob diese Tatsache einen negativen Einfluss auf eure Gesundheit hat, kann ich hier nicht klären. Letztlich wäre es aber ein Skandal, da Multiplex so extrem viele Einsatzgebiete hat, dass im Alltag fast niemand um diese Platten herumkommt.

Siebdruckplatten – Eine Sonderform der Multiplex-Platte

Siebdruckplatte Camper-Bodenplatte
Unsere Siebdruckplatte für die Camper-Bodenplatte

Eine besondere Form der Multiplex-Platte ist die Siebdruckplatte. Sie besteht ebenfalls aus mindestens fünf querverleimten Furnieren und zeichnet sich, Dank ihrer speziellen Beschichtung, darüber hinaus als extrem feuchtigkeitsresistent aus. Auch die Widerstandsfähigkeit der Platte ist enorm, sodass sie überwiegend im Außenbereich (zum Beispiel im Anhänger-Bau) eingesetzt wird. Siebdruckplatten bestehen in der Regel aus Birkenholz.

Ein Überzug aus Phenolharz sorgt für die hervorragende Wasserfestigkeit des Materials. Eine Seite der Siebdruckplatte ist in der Regel sehr glatt, die andere grob gemastert und deutlich rutschfester.

Eignet sich die Siebdruckplatte als Wohnmobil-Bodenplatte?

Mit einer Siebdruckplatte entscheidet ihr euch auf jeden Fall für die feuchtigkeitsunempfindlichste und robusteste Camper-Bodenplatten-Variante. Qualität hat aber auch ihren Preis: Für einen Quadratmeter Siebdruckplatte müsst ihr (abhängig von Qualität und Stärke) zwischen15 und 65 Euro auf den Tisch legen. Darüber hinaus ist die Platte ähnlich schwer wie Multiplex und für einen Camper-Ausbau damit sicher kein Leichtgewicht.

Ich habe mich bei meinem T5 dennoch für eine (aus zwei Einzelstücken bestehende) 18 Millimeter (12 oder 15 gehen aber natürlich auch) Siebdruckplatte entschieden, da die Bodenplatte die Basis für alle weiteren Ausbau-Schritte ist und mir eine gute Qualität wichtig war. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile.

Tischlerplatte als Camper-Bodenplatte

Auch unter dem Namen Stab- oder Stäbchensperrholz bekannt, zeichnen sich Tischlerplatten vor allem durch ihre hohe Stabilität und Biegfestigkeit aus. Zusammengesetzt sind sie aus mehreren massiven Holzstäben (häufig Nadelhölzer), die von Furnieren aus Ahorn, Nussbaum, Eiche Buche oder Teak auf der Ober- und Unterseite ummantelt werden.

Zum Einsatz kommen Tischlerplatten vor allem im Möbelbau. Mit Melaminharz beschichtet, lassen sich die Platten sogar zu Küchenschränken verbauen.

Eignen sich Tischlerplatten als Bodenplatte beim Wohnmobil Ausbau?

Ein großer Vorteil im Vergleich zu Multiplex- und Siebdruckplatte ist der etwas geringere Preis (laut meiner Recherche zwischen 15 und 30 Euro pro Quadratmeter) und ein niedrigeres Gewicht.

Keine Infos im Netz habe ich allerdings dazu gefunden, wie feuchtigkeitsbeständig Tischlerplatten sind und ob sie sich (unbehandelt) als Bodenplatte im Campervan eignen.

Ich denke eine gewisse Wasserunempfindlichkeit ist durch die Funierbeschichtung auf beiden Seiten der Platte gegeben. Alternativ könnte überlegt werden, eine Variante mit Melaminharz zu verwenden. Diese Kunstharz-Beschichtung steht aber immer wieder in der Kritik gesundheitsschädliche Dämpfe abzusondern.

Habt ihr mehr Infos zum Thema? Dann lasst es mich gerne wissen.

Einfaches Sperrholz als Camper-Bodenplatte

Sperrholz zum Beispiel aus Birke oder Pappel ist ein relativ günstiges und leichtes Material für den Camper-Ausbau. Im Vergleich zu Multiplex- oder OSB-Platten gilt es jedoch als deutlich feuchtigkeitsempfindlicher. Außerdem ist das Holz recht weich, sodass beim Darüberlaufen schnell Dellen und Kratzer entstehen. Natürlich könnt ihr überlegen, die gesamte Platte zu lasieren oder zu lackieren. Glücklicherweise gibt es aber wirklich gute Alternativen wie OSB-, Multiplex- und Siebdruckplatten, sodass ich Sperrholz nur verwenden würde, wenn ich gerade eine passende Platte in der Garage hätte (Upcycling ist immer gut :)).

Streicht das Material aber bitte nicht grundlegend aus eurem Ausbauplan: Für den Möbelbau oder als Seitenverkleidung ist Sperrholz nämlich (wasserdicht lasiert) durchaus zu empfehlen.

Bodenplatte ausmessen und zuschneiden

Euer Fahrzeugboden ist gedämmt, eine Holzunterkonstruktion montiert und OSB-, Multiplex- oder Siebdruckplatten liegen bereit? Dann geht es endlich ans Eingemachte: Ihr dürft euren Camper-Boden zuschneiden und montieren.

Camper-Bodenplatte ausmessen

Siebdruckplatte für Camper-Boden wird ausgemessen
Das richtige Maß ist beim Aussägen der Camper-Bodenplatte das A und O

Bevor ihr die Stichsäge in die Hand nehmt, ist aber erst einmal ausgiebiges Messen angesagt. Und wenn ich ausgiebig schreibe, meine ich es auch so, denn bei einem steifen Material wie der Bodenplatte (in meinem Fall zwei Siebdruckplatten, die ich später miteinander verleimt habe) entscheiden am Ende fast Millimeter darüber, ob die Platte in eurer Fahrzeug passt oder ihr noch einmal nacharbeiten müsst.

Glücklich könnt ihr euch schätzen, wenn in eurem Kastenwagen oder Transporter bereits ein Boden verlegt war, den ihr als Schablone nutzen könnt.

Der Vorbesitzer unseres T5s hatte den hinteren Fahrzeugbereich bereits mit einer dünnen Siebdruckplatte verkleidet. Nachdem alle Wände und Radkästen mit 19 Millimeter Armaflex verkleidet wurden, passte diese Platte aber gar nicht mehr ins Auto und wir konnten uns an ihren Maßen lediglich orientieren.

Alternativ könnt ihr euch eure Schablone zum Glück auch selber basteln: Greift zu einer großen Pappe (zum Beispiel den Kartons, in denen eurer Armaflex geliefert wurde), legt diese im Fahrzeug aus und schneidet die Form der Bodenplatte entlang der Ecken, Kanten und Seiten des Busses mit einem scharfen Cuttermesser aus. Übertragt die Maße anschließend mit einer Kreide oder einem Stift auf eure Multiplex-, OSB-, etc.-Platte.

Wir sind bei unserem Busausbau sogar noch rudimentärer vorgegangen, haben die unterschiedlichen Längen und Breiten des Busses sowie Abstände zwischen den beiden Radkästen und den Sitzbefestigungen der mittleren Sitzreihe mit Maßband aufgenommen und auf eine Skizze übertragen. Für alle Ecken, Kanten und Rundungen im T5 mussten einfache Papierbögen (ausgemustert, da bereits einseitig bedruckt) als Schablonen herhalten, die wir hinterher im richtigen Abstand zueinander auf die Platte geklebt haben.

Papierschablone für Bodenplatte im Wohnmobil
Unsere Behelfs-Papierschablonen für die Bodenplatte in der Mache
Papierschablonen auf Bodenplatte für Kastenwagen
Die ersten Papierschablonen wurden auf der Bodenplatte mit Kreppband befestigt

Kleiner Tipp: Aufgrund der speziellen Beschichtung, waren handelsübliche Stifte auf unserer Siebdruckplatte nur sehr schlecht zu erkennen. Deshalb haben wir überall dort, wo wir Markierungen benötigt haben, Malerkrepp verklebt und darauf gezeichnet.

Camper-Bodenplatte zusägen

Stichsäge zum Aussägen der Campervan Bodenplatte
Die Stichsäge ist das wichtigste Werkzeug beim Aussägen der Bodenplatte für den Campervan

Zugesägt wurde die Siebdruckplatte anschließend mit einer guten Stichsäge. Da wir die Sitzbefestigungshalterungen aus der mittleren Sitzreihe weiterhin nutzen wollten und deshalb auch mittig in die Platte Aussparungen sägen mussten, kam zudem ein Akkuschrauber mit Holzbohrer-Aufsatz zum Einsatz. Mit dem Bohrer haben wir in jede Ecke der angezeichneten Aussparungen Löcher gebohrt und mit der Stichsäge anschließend ein Rechteck ausgesägt.

Es gibt sicherlich auch Sägen, mit denen ihr Löcher direkt in die Platte fräsen könnt und keinen Holzbohrer zur Hilfe nehmen müsst. Wir haben jedoch ein wenig improvisiert, da sich die Investition in ein neues Werkzeug für diesen Mini-Arbeitsschritt auf keinen Fall gelohnt hätte.

Öffnungen für Sitzbankhalterungen werden in die Camper-Bodenplatte gesägt
Die Rechtecke für die Sitzbankhalterungen werden ausgesägt

Das Zusägen der Camper-Bodenplatte war übrigens ein vergleichsweise zeitaufwändiger Arbeitsschritt (ich habe jedoch auch von anderen Wohnmobil Ausbauern gelesen, deren erster Schnitt bereits perfekt saß). Obwohl wir vorab sehr sorgfältig gemessen und angezeichnet haben, konnten wir am Ende nicht mehr zählen (ich übertreibe), wie oft wir die Platten ins Fahrzeug hinein und wieder herausgetragen haben (bei herrlichen 35 Grad im Schatten hat das besonders viel Spaß gemacht).

Als besonders „frickelig“ erwies sich der Feinschliff an den Aussparungen für die Sitzhalterungen. Auf den letzten Millimetern kam hier ein Multifunktionswerkzeug mit Schleifaufsatz (Dremel) zum Einsatz.

Kleiner Tipp: Geht beim Aussägen auf Nummer sicher, sägt im ersten Schritt lieber zu wenig als zu viel ab und tastet euch Millimeter für Millimeter an die passende Form heran.

Bodenplatte im Camper montieren

Bevor wir unsere Bodenplatte im VW T5 festschrauben konnten, mussten noch zwei Kleinigkeiten erledigt werden.

Alle Schnittkanten, die durchs Zusägen der Siebdruckplatten entstanden sind, versiegelten wir mit einer wasserabweisenden, innenraumgeeigneten Lasur. Denn überall wo wir die Platten zugeschnitten haben, wurde selbsterklärend auch die wasserfeste Phenolharz-Beschichtung abgetragen.

Da wir bei unserem Camper-Ausbau mit zwei kleineren Siebdruckplatten gearbeitet haben, galt es zudem beide Platten vor der finalen Montage miteinander zu verleimen. Wir haben hierfür wasserfesten Holzleim von Ponal verwendet und die beiden Platten an den Stößen miteinander verklebt. Anschließend ist alles über Nacht getrocknet und wir konnten mit der finalen Montage beginnen.

Siebdruckplatte fürs Wohnmobil
Die Siebdruckplatte muss optisch kein Hingucker sein, deshalb haben wir innenraumgeeignete Farbe genommen, die noch in der Ausbaugarage vorhanden war.
Siebdruckplatte im Van wird verleimt
Die Camper-Bodenplatte wird verleimt

Bodenplatte im Camper-Ausbau befestigen: Meine Variante im VW T5

Im Vorfeld meines Camper-Ausbaus habe ich mich ein bisschen in die Vorstellung eines Multifunktionsfahrzeugs verliebt. Deshalb entschied ich mich, zum Montieren meiner Bodenplatte mit den original Zurrmulden meines VW T5s zu arbeiten und die Platte an den bereits werksseitig gebohrten Befestigungspunkten zu verschrauben.

Optisch macht das natürlich nicht viel her. Die Mulden haben sich beim Umzug und Transport von schweren Gegenstände aber schon als praktisch erwiesen, da ich meine Ladung hervorragend mit Spanngurten sichern konnte.

Bereits beim Ausmessen der Bodenplatte musste wir neben den Aussparungen für die Sitzhalterungen deshalb auch Löcher für die Zurrmulden vorsehen und mit der Stichsäge freischneiden.

Für die abschließende Montage der Platte an den original Befestigungspunkten haben wir uns für die Zurrmulden etwas längere Schrauben und dazu passende Hülsen besorgt. Der Abstand zwischen Mulde und Karosserie ist aufgrund unserer vergleichsweise dicken Bodenplatte etwas größer geworden, sodass die original Schrauben zu kurz waren (die genauen Maße reiche ich bei Gelegenheit gerne noch einmal nach, sie ergeben sich letztlich aber aus der Stärke von Bodenplatte und Holzunterkonstruktion. Vielleicht genügen euch auch die original Befestigungsschrauben, wenn ihr eine dünnere Platte habt).

T5 Zurrmulden in Transporter Bodenplatte verschraubt
Die original Zurrmulden des T5s fest mit Bodenplatte und Karosserieboden verschraubt

Wohnmobil Bodenplatte befestigen: Alternativen

Camper-Bodenplatte mit Einschlagmuttern befestigen

Eine optisch etwas ansprechendere Variante, die Bodenplatte in Fahrzeugen wie dem T5 oder T6 zu befestigen, ist die Verwendung von Einschlagmuttern. Hierfür bohrt ihr zur Mutter passende Löcher in die Bodenplatte (vorher natürlich messen, wo sich die Befestigungspunkte in der Karosserie befinden) und schlagt die Einschlagmutter anschließend mit einem Hammer in die Platte (gerne ein Stück Holz oder ähnliches zwischen Hammer und Boden legen, damit nichts kaputt geht). Danach montiert ihr zu Muttern und Karosserieboden passende Schrauben und eure Platte sollte bombenfest und unfallsicher im Fahrzeug halten.

Ich bin übrigens ein großer Fan davon, den Fahrzeugboden direkt mit der Karosserie zu verschrauben. Bei Wohnmobil Ausbauten werden häufig auch Möbel am Camper-Boden montiert, sodass die Platte unterwegs starken Zugkräften ausgesetzt ist und deshalb bestmöglich befestigt sein sollte.

Ein weiterer Vorteil von Einschlagmuttern oder original Zurrmulden in Kombination mit werksseitig gebohrten Befestigungspunkten, ist die Möglichkeit, euren Boden problemlos ein- und ausbauen zu können (natürlich verschleißen Schrauben und Gewinde auch irgendwann).

Wohnmobil Bodenplatte an der Holzunterkonstruktion befestigen

Viele Wohnmobil Ausbauer, die keine Möglichkeit haben, ihre Bodenplatte direkt mit der Karosserie zu verschrauben (sicherlich bei vielen Kastenwagen der Fall), verbinden ihren Boden mit der Holzunterkonstruktion (siehe Kapitel „Unterkonstruktion“), die bereits für die Dämmung im Camper Van verlegt wurde.

Entscheidet ihr euch ebenfalls für diese Variante, solltet ihr auf der Bodenplatte markieren, wo sich die Streben eurer Unterkonstruktion befinden. Anschließend könnt ihr die Platte mit den festgeklebten Holzleisten an so vielen stellen wie möglich verschrauben. Achtet jedoch darauf, dass ihr euch zum Befestigen für möglichst stabile, hochwertige, rostfreie und ausreichend lange Schrauben entscheidet.

Tipp: Bei dieser Variante eure Bodenplatte im Camper-Van zu befestigen, solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass es etwas aufwändiger und für das Material sicherlich nicht von Vorteil ist, wenn ihr den Boden häufig aus- und einbaut. Überlegt euch vor der Montage deshalb, ob ihr alle wichtigen Steps, die ihr vor der Bodenmontage tätigen wolltet, erledigt habt.

Viele Van-Ausbauer befestigen beispielsweise ihre Möbel mit Hilfe von Einschlagmuttern im Camper-Boden. Diese werden in der Regel von unten in die Bodenplatte eingeschlagen und müssen vor der endgültigen Bodenbefestigung montiert werden.

Außerdem kann es beim Ausmessen des Bodenbelags, der auf der Bodenplatte montiert wird, hilfreich sein, den Boden noch einmal aus dem Fahrzeug zu entfernen und als Schablone zu nutzen.

Wohnmobil Bodenbelag: Der richtige Bodenbelag im Camper-Van

Eine robuste, stabile und feuchtigkeitsunempfindliche Bodenplatte im Camper-Van ist schon einmal die halbe Miete. Damit es im Bus aber so richtig wohnlich und heimelig wird, fehlt noch der passende Bodenbelag. Wie so oft beim Camper-Ausbau gibt es auch bei diesem Thema mehr als eine Lösung und ihr könnt zwischen verschiedenen Bodenbelägen wählen, die ich euch im Folgenden kurz vorstelle.

Klick-Vinyl-Bodenbelag im Wohnmobil

Klick-Vinyl gehört zu den beliebtesten Bodenbelägen im Hausbau. Dementsprechend naheliegend ist die Idee, das Material auch im Zuge des Wohnmobil Selbstausbaus zu verlegen. Vieles spricht dafür: Der Bodenbelag aus PVC (Polyvinylchlorid) ist fußwarm, kratzfest, vergleichsweise leicht und feuchtigkeitsunempfindlich. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit, das robuste Material online oder im Baumarkt in unterschiedlichsten Ausführungen zu erwerben: Egal ob Holz-, Fliesen-, Naturstein- oder Granit-Optik – euren individuellen Vorstellungen sind fast keine Grenzen gesetzt.

Klick-Vinyl kann sowohl schwimmend als auch vollflächig verklebt verlegt werden. Im Camper-Selbstausbau würde ich Vinyl allerdings lieber verkleben, da sich durch die unterschiedlichen Kräfte, die beim Fahren auf das Wohnmobil wirken, sonst schnell etwas verzieht. Der Nachteil daran: Der Boden lässt sich nicht mehr einfach austauschen.

Ist Vinyl beziehungsweise PVC gesundheitsschädlich?

Vinyl besteht zu 100 Prozent aus dem Kunststoff Polyvinylchlorid (PVC). Dem Material haftete lange ein gesundheitsschädlicher Ruf an. Heute müsst ihr euch beim Kauf von Vinyl-Boden vermutlich weniger Gedanken machen: PVC aus europäischer Herstellung gilt insgesamt als unbedenklich. In Foren und Facebook-Gruppen ist jedoch immer mal wieder zu lesen, dass sich PVC weniger gut für den Camper-Ausbau eignet, da das Material nicht für die Nutzung in Räumen mit hohen Temperaturen ausgelegt sei.

Ich bin in diesem Themenbereich aber keine Expertin. Daher sind alle Angaben ohne Gewähr. 🙂

PVC-Roll-Bodenbelag im Camper-Ausbau

Im Vergleich zu Klick-Vinyl günstiger und dementsprechend etwas weniger hochwertig (aber als Camper-Bodenbelag völlig ausreichend) ist PVC-Boden. Wenn ihr ein paar Euro sparen möchtet, aber dennoch einen robusten, elastischen und feuchtigkeitsunempfindlichen Bodenbelag wünscht, ist PVC (aka Vinyl) das Material eurer Wahl.

Zu kaufen gibt es PVC auf Rollen online, im Baumarkt oder im Bodenbelags-Fachgeschäft. Aus gesundheitlichen Gründen solltet ihr jedoch auch hier zu einem in Europa produzierten Produkt greifen und auf Prüfsiegel achten.

PVC-Rollenware vereint die gleichen, vielfältigen Eigenschaften wie Klick-Vinyl. Ich persönlich finde PVC von der Rolle in der Handhabung noch etwas einfacher und habe mich für meinen Camper-Selbstausbau mit einer schönen Rolle in heller Holzoptik eingedeckt.

Linoleum als Camper-Bodenbelag

Wer sich einen komplett natürlichen Boden im Camper wünscht, der kann überlegen, auf Linoleum zurückzugreifen. Das Material setzt sich aus oxidiertem Leinöl, Naturharzen, Kork- und/oder Holzmehl, Kalksteinpulver, Titan(IV)-oxid und Farbstoffen zusammen.

Linoleum ist relativ widerstandsfähig, elastisch und pflegeleicht. Im Gegensatz zu PVC-Rollenware soll es jedoch poröser und deshalb für Laien schwieriger zu verlegen sein. Darüber hinaus kann das Material bei Feuchtigkeit aufquellen und soll einen unangenehmen Geruch absondern, nachdem es frisch verlegt wurde.

Als Camper-Bodenbelag kam Linoleum für mich persönlich daher erst einmal nicht in Frage. Habt ihr den Werkstoff in eurem Wohnmobil verlegt und gute Erfahrungen gemacht? Dann lasst es mich gerne in den Kommentaren oder einer persönlichen Nachricht wissen.

Teppich, Laminat und Parkett: Materialien, die sich eingeschränkt als Bodenbelag im Camper eigenen

Lediglich mit Abstrichen als Camper-Bodenbelag geeignet sind Teppich, Laminat und Parkett.

Teppich wird beim Outdoor-Leben im Wohnmobil schnell dreckig und müsste regelmäßig gereinigt oder im schlimmsten Fall getauscht werden. Da nutzen uns Camper-Ausbauern auch die guten Dämm- und Wärmeeigenschaften nichts.

Laminat ist schwerer und dicker als Alternativen wie PVC oder Klick-Vinyl. Das Verlegen gilt daher als etwas komplexer (ich habe noch nie Laminat verlegt). Zudem tendiert Laminat dazu, bei Feuchtigkeit aufzuquellen. Bei mir Zuhause (ich wohne hier seit Kurzem zur Miete) kommt das Laminat in den Türbereichen, wo sicher häufiger mal Feuchtigkeit mit hereingetragen wurde, leicht hoch und bildet dadurch unschöne Rillen.

Noch anspruchsvoller als Laminat ist Parkett. Wer den Holzboden von Zuhause kennt, weiß, wie schnell das schöne Material zerkratzen kann und wie viel Pflege nötig ist, um den Boden dauerhaft in Schuss zu halten. Auch Feuchtigkeit führt dazu, dass sich Parkett ausdehnt oder aufquillt. Es handelt sich hierbei eben um einen Holzwerkstoff.

Gleichzeitig muss man beiden Materialien jedoch zu Gute halten, dass durchaus natürlicher sind und mit sehr warmen Temperaturen, die im Camper definitiv häufig anzutreffen sind, besser zurechtkommen als PVC, Vinyl und Co (Stichwort potenzielle Ausdünstungen).

Wohnmobil-Bodenbelag im Camper-Van verlegen

Wie oben bereits erwähnt, habe ich mich beim Ausbau meines T5s aus genannten Gründen für PVC als Camper-Bodenbelag entschieden.

Die Verarbeitung des Materials war kinderleicht. Neben dem Bodenbelag benötigt ihr lediglich einen Stift und ein scharfes Cutter- oder Teppichmesser. Legt den PVC-Boden entweder direkt auf der Bodenplatte im Fahrzeug aus (wenn das Material vorher eingerollt war, lasst ihn am besten vorm Verarbeiten ein wenig entspannen und bedenkt, dass sich das Material bei Temperaturänderungen leicht ausdehnen oder zurückziehen kann) und schneidet ihn entlang der Plattenränder zu. Alternativ könnt ihr die Bodenplatte ausbauen und als Schablone auf den PVC-Boden legen.

Bodenbelag im Camper
Unsere Bodenplatte im Camper bekommt endlich einen schönen Bodenbelag
Wohnmobil Bodenbelag wird zugeschnitten
Den Bodenbelag haben wir mit einem scharfen Cutter zugeschnitten

Geht beim Ausschneiden aber nicht zu leichtfertig vor: Denn habt ihr das Material einmal eingeschnitten, gibt es kein Zurück und Schönheitsfehler lassen sich nur noch mühevoll oder gar nicht beseitigen.

Sitzbank-Halterungen im T5 freischneiden

Die größte Herausforderung, die ich beim Zuschneiden des Bodenbelags hatte, war das Freischneiden der Sitzbankhalterungen meines T5s. Bereits beim Aussägen der Bodenplatte haben wir Aussparungen für die Halterungen gesägt, damit ich meinen Camper im Alltag auch hin und wieder noch zum Personentransport nutzen kann.

Beim Zuschneiden des Bodens galt es deshalb, die rechteckigen Aussparungen für die Halterungen im PVC sehr vorsichtig und in einem ganzen Stück auszucutten.

Anschließend ist unser Improvisationstalent zum Tragen gekommen: Die PVC-Rechtecke wurden mit doppelseitigem Klebeband auf passend zugesägtem Plexiglas (,das wir zufälligerweise in der Ausbau-Garage gefunden haben,) befestigt und die Unterseite zusätzlich mit Filz beklebt, damit bei der Fahrt nichts klappert.

Wenn ich die Sitzhalterungen meines T5s nicht benötige, puzzele ich einfach die PVC-Plexiglas-Rechtecke (habe ich im Vorfeld durchnummeriert) in den Boden und von den Halterungen ist nichts mehr zu sehen.

Plexiglas und Filz habe ich oben in der Materialliste übrigens nicht erwähnt, da wir, wie bereits gesagt, stark improvisiert haben und ich daher keine grundlegende Empfehlung für dieses Vorgehen aussprechen möchte. 🙂

Sitzbankhalterungen im T5 in der Bodenplatte
Die Sitzbankhalterungen verschwinden hinter einem Filz-Plexiglas-PVC-Sandwich
Gefilzte Abdeckung für Sitzbankhalterung im T5
Die gefilzte Abdeckung für die Sitzbankhalterung

Wohnmobil-Ausbau: PVC-Bodenbelag im Camper befestigen

Die wohl einfachste Variante euren PVC-Boden an der Camper-Bodenplatte zu befestigen, ist ihn mit doppelseitigem Teppich-Klebeband festzukleben.

Geht dabei am besten schrittweise vor: Rollt den PVC nach dem Zuschneiden wieder ein, beklebt den vordersten Teil der Bodenplatte mit Klebeband, rollt einen Teil des PVCs aus, beklebt einen weiteren Abschnitt des Bodens mit Klebeband und arbeitet euch so Stück für Stück ans Ziel.

Ich habe meinen PVC übrigens gar nicht festgeklebt, da er bereits durch die original Zurrmulden meines T5s hervorragend hält und zusätzlich auch noch Möbel auf der Platte montiert werden. Der Boden liegt so bereits komplett flach auf und lässt sich nicht mehr verschieben.

Mir gefällt diese Lösung ganz gut, da ich den schönen PVC-Belag relativ einfach entfernen kann, wenn ich schwere, dreckige oder spitze Gegenstände im Fahrzeug transportiere. Wie oft ich das im Alltag dann tatsächlich mache, muss sich in der Praxis allerdings noch herausstellen.

Wohnmobil Bodenbelag Abschlüsse

Für einen sauberen Abschluss und zum Schutz könnt ihr eure Bodenplatte an allen einsehbaren Schnittstellen noch mit einer Aluprofilschiene abrunden. Vor der Montage müsst ihr die Schiene lediglich passend zu den Wölbungen der Bodenplatte zurechtbiegen und könnt sie anschließend mit Holzschrauben an der Platte befestigen.

Wohnmobil Boden abdichten

Ein Thema, dass in der Van-Ausbau-Community immer wieder heiß diskutiert wird, ist die Frage, ob es sinnvoll ist, den Kastenwagen oder Transporter am Übergang von der Bodenplatte zur Seitenverkleidung abzudichten – zum Beispiel mit Silikon. Befürworter betonen, dass die Abdichtung wichtig ist, damit Kondenswasser keine Möglichkeit hat, unter die Bodenplatte zu gelangen und für Schimmel oder schlimmstenfalls sogar Rost zu sorgen.

Andere Wohnmobilausbauer sind hingegen der Ansicht, dass sich Kondenswasser im Fahrzeug in keinen Bereichen komplett vermeiden lässt und es daher sinnvoll ist, schmale Öffnungen wie den Bereich zwischen Seitenwand und Boden freizulassen, damit Luft zirkuliert und sich Feuchtigkeit nicht staut.

Ich habe meinen Boden aktuell noch nicht abgedichtet, da ich die Bodenplatte zum Befestigen meiner Möbel noch das eine oder andere Mal aus dem Camper holen muss. Vermutlich werde ich zunächst auch ohne Abdichtung reisen und zwischendurch nachschauen, wie es sich mit der Feuchtigkeit unter der Bodenplatte verhält – ein Vorteil, wenn Platte und Möbel nicht unwiderruflich montiert sind und sich bei Bedarf ausbauen lassen.

Wohnmobil Bodenplatte und Belag: Mein Fazit

Eine stabile und feuchtigkeitsunempfindliche Bodenplatte für eurer Fahrzeug ist das A und O beim Camper-Selbstausbau. Glücklicherweise gibt es mit OSB, Multiplex und Siebdruck zweieinhalb gute Materialien, die sich als Wohnmobil-Untergrund eignen.

Der aufwändigste Arbeitsschritt beim Einbau einer Camper-Bodenplatte ist das finale Zuschneiden der Platte. Lasst euch nicht entmutigen, wenn der Boden nicht direkt perfekt sitzt und ein paarmal in den Van rein oder wieder raus getragen werden muss. Ein gutes Endergebnis braucht manchmal eben etwas mehr Zeit.

Und keine Sorge – Wie es schon im alten Sprichwort heißt: Es ist noch kein (Wohnmobil Ausbau)-Meister vom Himmel gefallen. 🙂 Also einfach loslegen und gegebenenfalls aus Fehlern lernen.


Ihr habt noch Fragen, Anmerkungen oder Tipps und Tricks? Dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder schreibt mir eine persönliche Nachricht an info@nicht-noch-ein-reiseblog.de


Disclaimer: Ich habe diesen Artikel nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Bedenkt jedoch, dass ich keine Expertin im Themenbereich Camper-Ausbau bin und alle Inhalte aus Internetrecherchen oder eigenen Erfahrungen im Selbstausbau gewonnen wurden. Alle Angaben sind deshalb (wie beim Lotto :D) ohne Gewähr.


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5 Kommentar

  • Reply
    Sabine
    21. April 2021 at 11:09

    Hallo, ich bin froh zu lesen, dass der alte Boden nicht raus muss. Aber passen denn noch die Sitzbefestigungen, wenn der Boden jetzt höher ist?
    Wir wollen unsere Bodenplatte nämlich auch auf den Originalboden legen.

    • Reply
      Melanie
      21. April 2021 at 22:22

      Hallo Sabine, 🙂

      Ich gehe davon aus, dass du auch den original VW Gummiboden im Auto hast?

      Dann ist es tatsächlich eins dieser kontrovers diskutierten T5/T6 Ausbauthemen. Wie ich im Artikel geschrieben habe, habe ich meinen Boden tatsächlich drinnen gelassen und muss jetzt im Langzeittest erstmal schauen, wie er sich macht. In ein, zwei Jahren weiss ich mehr. 🙂 Ich habe in meiner Recherchephase auch von einigen anderen gelesen, die es so gemacht haben und keine Probleme haben. Andererseits berichten aber auch einige Ausbauer, dass sich der Boden mit Feuchtigkeit vollsaugen kann und sie eher davon abraten, ihn drinnen zu lassen. Ich mache mir diesbezüglich tatsächlich aber nicht so große Sorgen. Muss aber jeder am Ende für sich selbst wissen. 🙂

      Zum Thema Sitzbefestigungen: Ich habe in meinem T5 eine 18 mm dicke Siebdruckplatte verlegt und die Sitze lassen sich noch hervorragend ein- und ausbauen. Das sollte also eigentlich kein Problem darstellen.

      Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim weiteren Ausbau und später viele schöne Reisen in deinem Selfmade-Camper. 🙂

      Liebe Grüße
      Melanie

      PS: wenn du richtig optimal arbeiten möchtest, solltest du den Gummiboden vor dem Verlegen der Bodenplatte einmal rausnehmen und den Karosserieboden gründlich reinigen sowie eventuell vorhandene Roststellen behandeln. 🙂

  • Reply
    Camper Ausbau: So verlegst du den Boden in deinem Van - travel-van.de
    24. Mai 2021 at 19:51

    […] Sehr umfangreicher Artikel von Melanie für einen T5 […]

  • Reply
    Hannes Walser
    28. Mai 2021 at 11:35

    Hallo Melanie,

    vorab vielen Dank für Deine hilfreichen Ausführungen, die ich mit Interesse gelesen habe und mir sehr hilfreich erscheinen. Ich würde Dich dennoch gerne etwas zur Bodenkostruktion befragen. Du schreibst, dass Du 2 cm hohe Holzleisten verwendet hast, die auf der Metallfläche des Fahrzeugbodes befestigt hast. Das sind auch die von mir favorisieren Leister der Höhe nach. Du hast die Leisten zwischen die Sparten, also zwischen die Erhöungen geklebt. Damit bleibt ca. 1 cm Höhenunterschied zu den Erhöhungen des „Wellenbodens“ links und rechts der Sparten, welche ca. 1 cm (beim Vivaro) hoch sind. Das von Dir verwende Armaflex hat 19 mm und müsste somit eigentlich um ca. 9-10 mm die Holzleisten überragen. Sehe ich das richtig? In andern Foren habe ich gelesen, dass die eigentlich die Holzleisten das Armaflex etwas überragen sollten, um dieses nicht zu quetschen (Isoliereigenschaften). Ich bin mir unschlüssige, ob ich Armaflex in 19 mm oder in 10 mm Höhe bestellen soll. Evtl. kannst Du mir da ja noch einen Tip geben, für den ich mich hier schon bedanken möchte. Also vielen Dank und schöne Grüße, Hannes

    • Reply
      Melanie
      2. Juni 2021 at 23:26

      Hallo Hannes,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. 🙂 Du hast Recht, dadurch, dass die Kanthölzer in die „Rillen“ geklebt werden, büßen sie etwas an Höhe ein. Das Armaflex wird anschließen auf den freien Flächen dazwischen verklebt, die ebenfalls „rillig“ sind. Natürlich ist die Dämmung dementsprechend nicht exakt 19 mm hoch, sondern an einigen Stellen minimal höher. Es kann dementsprechend durchaus sein, dass die Bodenplatte bei meiner Variante ganz leicht aufs Armaflex drückt. Allerdings handelt es sich wirklich nur um Millimeter und ich denke nicht, dass die Wärmedämmung darunter leidet. Wenn du es richtig optimal machen möchtest, solltest du aber tatsächlich überlegen, dir minimal höhere Latten zu kaufen. Ein dünneres Armaflex geht natürlich auch. Ob das dann deutlich schlechter dämmt, kann ich nicht so gut beurteilen. Ich habe ja keine Vergleichswerte und im Netz ist das, wie du sicher weißt, auch ein viel diskutiertes Thema. 🙂

      Ich wünsche dir noch ganz viel Spaß beim Ausbauen und viele Abenteuer im Vivaro.

      Liebe Grüße
      Melanie

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